Gletsch · Kapelle Niklaus von Flüe

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Die Siedlung Gletsch gehört zur Gemeinde Obergoms VS im Bezirk Goms des Kantons Wallis in der Schweiz. Sie besteht im Wesentlichen aus dem Hotel Glacier du Rhône (Rhonegletscher) und seinen Nebengebäuden, einer Bahnstation und einer ehemaligen Tankstelle. Am Rande der Siedlung steht die 1907/08 erbaute anglikanische Kapelle. Hotelier Josef Seiler erbaute sie nach eigenen Plänen im Auftrag der Anglikanischen Kirche. Von 1942 bis in die 50er-Jahre befand sich in Gletsch ein Wasserkraftwerk.

Gletsch liegt auf einer Höhe von 1759 m unterhalb des Rhonegletschers, an der Verzweigung der 1865 und 1895 gebauten Passstrassen von Oberwald zu den Pässen Furka und Grimsel und wird nur in den Sommermonaten von Juni bis September bewohnt. In den übrigen Monaten ist die Strasse nach Gletsch und zu den Pässen ab Oberwald gesperrt.

Quelle: Wikipedia

siehe auch: Website des Tourismusbüro Obergoms

Die Kirche wurde von Josef Seiler 1907/08 nach eigenen Plänen im Auftrag der Anglikanischen Kirche gebaut.
Die neugotische Kirche steht neben einer kleinen felsigen Anhöhe östlich des Hotels Glacier du Rhone. Die vier Statuen stammen laut einer Notiz des Archivs der Familie Seiler aus einem Haus in Raron und wurden 1935 von Julius Salzgeber erworben. Andere Quellen deuten darauf hin, dass die Statuen ehemals in der Vorhalle der Katharinenkapelle im Wiler bei Geschinen standen.

Hl. Antonius Eremita, Anfang 16. Jh. · Hl. Petrus, Ende 15. Jh. · Hl. Sebastian, 1. Hälfte 16. Jh. · Hl. Joseph mit dem Kind, Mitte 17. Jh.
(wobei ein Infoblatt in der Kapelle teils andere Heiligenzuordnungen vornimmt - s.u.)

Das bronzene Altarkreuz und geschmiedete Lesepult wurden 1966 von Hans Loretan aus Brig gefertigt. Der geschmiedete Tabernakel aus dem Jahr 1969 stammt vom selben Künstler.

Quelle: Kirchen & Kapellen im Obergoms. Broschüre hrg. v. Obergoms Tourismus AG 3985 Münster

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Innen

Auf einer kleinen Schrifttafel werden die vier Heiligenfiguren erläutert:

Antonius von Padua

mit Christuskind auf dem Arm und Lilienzweig in der Hand (Symbol der Keuschheit). Er lebte von 1195 bis 1231 und wurde schon 1232 heilig gesprochen. War zuerst Augustinerchorherr (wie jene auf dem Gr. St. Bernhard), dann Franziskaner, Prediger in Marokko, Sizilien, Frankreich Oberitalien und schliesslich in Padua. Sehr häufig vorkommender Heiliger.

(linke Kirchenwand)

Hl. Sebastian

Märtyrerin Rom Ende des 3.Jh., hält im Arm einen Pfeil, mit dem er beschossen wurde. Halbnackt am Baumstamm angebunden. Von Irene gesund gepflegt, später mit Keulen erschlagen und in die Cloaca Maxima von Rom geworfen. Schutzpatron gegen die Pest, gegen Ketzerei und Religionsfeinde, Beschützer des Soldatenstandes und der Schützen.

(rechte Kirchenwand)

Antonius der Grosse

war Abt und Einsiedler. Organisator von Einsiedlergemeinden, lebte in der Wüste. Ca. 251 bis 356 (!?). Er hält das Antoniuskreuz (T-förmig) mit den Bettlerglocke in der Hand. 1095 wurde der Antoniterorden gegründet, der sich zur Pflicht gemacht hatte, Leute mit dem sogenannten Antoniusfeuer (Schlimme Krankheit infolge Verzehrs von Mutterkorn auf dem Dinkel, eine Art von Pilzvergiftung) zu pflegen. In Bern gibt es in der Postgasse eine Antoniuskirche.

(links vom Kreuz)

Matthäus der Evangelist

mit Bibel (Buch), einer der 4 Evangelisten. Sein Evangelistensymbol ist der Engel (hier nicht zu sehen). Verfasser des 1. Evangeliums der Bibel (Neues Testament). Von Beruf war er Zöllner.

(rechts vom Kreuz)

Innen

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Impressum

Gletsch - Kapelle Niklaus von Flüe fotografiert am 08.06.2015 & 21.06.2017
© 2017 Foto-Kunst Andreas Keller - Ehrenhalde 14, 70192 Stuttgart
Auf www.kirchen-online.com veröffentlicht am 07.09.2017

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