St. Fidelis - station s

Inhalt

Allgemeine Hinweise · Links
1 · Außen
2.1 · Grundriss
2.2 · Innen Rückblick auf den Kirchenraum bis 2018
2.3 · Innen - Überblick Kirchenraum ab 2019
3 · Orgel
4.1 · Verlust des Chores
4.2 · Christus (ohne Kreuz) und Tabernakel
4.3 · Weitere Ausstattung
4.4 · Abgänge
5 · Kreuzweg
6 · Konsolen
7.1 · Chorfenster & Oculi im Schiff
7.2 · Fenster im Schiff
Impressum

St. Fidelis (1924 - 2018)

Die Katholische Kirche St. Fidelis wurde 1924-25 nach den Plänen des Architekten Prof. Clemens Hummel erbaut. Gemeinsam mit der Kath. Herz-Jesu Kirche in Stuttgart / Gaisburg (ebenfalls von Clemens Hummel) wird der Kirchenbau architekturgeschichtlich in eine Übergangsphase zwischen Historismus und Neuer Sachlichkeit eingeordnet. Die Typologie der frühchristlichen Basilika in Italien diente dem Architekten als Vorbild. Dem dreischiffigen Binderbau aus Eisenbeton ist ein erhöht liegender Arkadenhof (Paradies) vorgelagert, der durch die betonte Ordnung der Rundsäulen bestimmt wird. Die nach Westen anschließende Giebelwand des Kirchenschiffes ist durch Lisenen vertikal gegliedert und wird von einem Aufbau gekrönt, der die Glocken trägt. Die Figuren auf dem Portalgesims zeigen Jesus Christus wie er die Märtyrerkrone an den Heiligen Franziskus und den Heiligen Fidelis überreicht. Die künstlerischen Elemente des Hauptportals wurden vom Stuttgarter Künstler Prof. Joseph Zeitler geschaffen. Der gelbe Schilfsandstein für die Fassadengestaltung wurde aus dem Abbruchmaterial des ersten Stuttgarter Hauptbahnhofs in der Bolzstraße gewonnen. Den dreischiffigen Kirchenraum gliedern sechs durch Eisenbetonbinder verbundene Arkadenjoche, über denen sich eine kassettierte Holzdecke wölbt.

In der Nacht des 12. Sept.1944 brannte die Kirche St. Fidelis bei einem Bombenangriff bis auf die Außenmauern aus. Nach dem Wiederaufbau der Kirche in den Nachkriegsjahren wurde 1964 der Kircheninnenraum durch den bekannten Kirchenarchitekten Rudolf Schwarz nach den Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils neu gestaltet. Die Bildtafeln des Kreuzwegs und drei Glasfenster wurden vom Künstler Prof. Georg Meistermann geschaffen. Das Kircheninnere wurde 1995 renoviert. Im Jahre 2005 wurde durch die Orgelmanufactur Vleugels, Hardheim, eine neue Orgel eingebaut. Der Orgelprospekt wurde von der Künstlerin Anina Gröger, Pforzheim, bemalt. Im Rahmen der Außensanierung 2009/2010 musste aus Sicherheitsgründen das Geläut der Kirche erneuert werden. 6 neue Glocken mit der Tonfolge gis’- h’ - cis’ - dis’’ - e’- fis krönen heute den Dreiecksgiebel. Die Katholische Kirche St. Fidelis wurde 1978 in das Landesverzeichnis der Baudenkmale in Württemberg eingetragen und ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. (DSchG §12)"

Quelle: Website der Kirchengemeinde - gleichlautend auf einer Tafel (mit Grundriß - s.u.) am Aufgang zum Kirchhof (Südseite).

Ungewöhnlich ausführlich und sehr kenntnisreich ist die Darstellung der St. Fideliskirche auf Wikipedia. Leider noch nicht auf neuestem Stand = die Umwandlung von der "alten" Kirche in das neue "Spirituelle Zentrum" ist dort noch nicht eingestellt.

Spirituelles Zentrum · station s · Klangraum St. Fidelis

Seit dem 2. Advent 2019 ist in St. Fidelis auch das Spirituelle Zentrum station s beheimatet. station s ist ein Ort der Stille und des Auftankens mitten in der Stadt. Mit einem umfangreichen Angebot für Geist und Herz möchte station s Anlaufstelle für alle sein, die nach Sinn und Spiritualiät oder nach Kraftquellen für den Alltag suchen.

Zum Selbstverständnis der stations s, die Spirituellen Angebote in der Stadt u.v.a.m. siehe Website der station s.

Über die Verwandlung des Kirchenraums liest man dort:

"Die traditionelle Aufteilung des Kirchenraums ist in St. Fidelis bewusst aufgehoben: Altar und Ambo stehen einander gegenüber in der Mitte der Kirche. Wort und Brot im Dialog. Es gibt keine starren Kirchenbänke, sondern Stühle, die je nach Anlass flexibel gestellt werden können. Die zurückhaltende, helle und beruhigende Farbgebung von Boden, Wänden und Decke erzeugen eine klare, weite und offene Atmosphäre, die Ruhe ausstrahlt und zum Innehalten einlädt. Täglich von 8.00 bis 18.30 Uhr steht die Kirche allen Menschen offen, die nach Stille, Sinn und Tiefe für Ihr Leben suchen. Nichts lenkt ab – Raum für Stille, Raum für Gott.
Im vorderen Teil der Kirche ist ein zusätzlicher Raum im Kirchenraum entstanden. Der Kubus hat eine lichtdurchlässige Deckenkonstruktion und besticht durch seine lichte, transparente Gestaltung und Ausstrahlung. Er lässt sich zum Kirchenraum hin mit Schiebetüren verschließen und bietet kleinen Gruppen Raum für Meditationen und spirituelle Übungen in geborgener Atmosphäre.
Ein Ort des persönlichen Rückzugs, um Ruhe und Tiefe zu erfahren – eine Schatzkammer für die Seele."

Sehr zu empfehlen ist die Broschüre "station s · stille mittendrin · 2020 Programm", in welcher die beiden Leiter des Zentrums - Kirstin Kruger-Weiß und Stefan Karbach - das Programm und die Konzeption vorstellen. Ergänzend dazu das kirchenmusikalische Angebot - Broschüre "Klangraum St. Fidelis". Die Broschüren liegen im Vorraum der Kirche zur Mitnahme bereit.

So befinden sich unter einem fast hundertjährigen Kirchendach
- die "traditionelle" Kirchengemeinde St. Fidelis
- das Spirituelle Zentrum - station s
- der Klangraum St. Fidelis
als Sinnbilder des "Aufbrechen" der katholischen Kirche in Stuttgart.

Hinweise zur Kunst in der Kirche s.u.

Die Neugestaltung wurde von den Architekten schleicher.ragaller realisiert. Zahlreiche exzellente Fotos auf der Firmen-Website (ohne Erläuterungen).
Die meisten dieser Fotos findet man auch auf der Website des Künstlers Martin Bruno Schmid, der die Hauptstücke neu gestaltet hat (auch diese Bilder ohne Kommentare).

Geschichte der Kirchengemeinde St. Fidelis 1925 - 2000

In der "alten" Kirche war neben der Statue des Hl. Fidelis eine Tafel angebracht:

1925 - 2000. 75 Jahre St. Fidelis

Heute, am 10. Dezember, dem 2. Adventsonntag des Jahres 2000 halten wir inne und gedenken des 75. Weihetags der St. Fidelis-Kirche.
Durch den wirtschaftlichen Aufschwung kamen seit der Wende zum 20. Jahrhundert viele katholische Christen nach Stuttgart. Nach dem 1. Weltkrieg bemühten sich Fidelis Erath, Kaplan an der Elisabeth-Kirche und Fidelis Mahler, Mitglied des Stuttgarter Gemeinderats, um den Bau einer Kirche und Errichtung einer neuen Gemeinde im West-Nord-Bereich Stuttgarts.
Nach vielen vergeblichen Anläufen konnte am 22. März 1925 der Grundstein zur Fidelis-Kirche gelegt werden. Architekt war Clemens Hummel, Professor an der staatlichen höheren Bauschule Stuttgart. Am 13. Dezember 1925 hat Bischof Paul Wilhelm von Keppler die Kirche geweiht, die Pfarrei Sankt Fidelis kanonisch errichtet und Fidelis Erath zum ersten Pfarrer bestimmt.
Seit dem Jahr 1928 wurde in der Silberburgstraße das Zentrum mit einem Kinderhort ein weiterer Treffpunkt der Gemeindemitglieder. Dort errichteten Schönstätter Marienschwestern eine Station.
In der Zeit des Nationalsozialismus hat der politische Druck die innere Gemeinschaft der Gemeindemitglieder gestärkt, der 2. Weltkrieg wurde ein erschütternder Einschnitt. Viele der jungen Männer sind gefallen, die Stadt wurde zerstört. Beim Bombenangriff am 12. September 1944 wurden Kirche, Pfarrhaus und das Gemeindehaus wie die meisten Häuser nicht nur in diesem Stadtbezirk zerstört, viele Menschen sind umgekommen. Nach dem Ende des unheilvollen Krieges und der nationalsozialistischen Diktatur haben Pfarrer Erath und Vikar Dr. Leopold Kurz den Wiederaufbau von Kirche, Kirchengemeinde und kirchlichen Gebäuden betrieben, und wie viele Gemeindemit-glieder selbst dabei mitgeholfen. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1956 hat Pfarrer Erath die Gemeinde mit großem Gottvertrauen und innerer Autorität geleitet und deren Erscheinungsbild geprägt.
Im gleichen Jahr noch wurde der bisherige Flüchtlingspfarrer Josef Steinhübl sein Nachfolger. Der kirchlichen Neubesinnung in der Zeit des 2. Vatikanischen Konzils trug die Innenrenovation der Fidelis-Kirche in den Jahren 1963/64 Rechnung. Professor Rudolf Schwarz hat sie geplant und Frau Edeltraut Schwarz hat sie ausgeführt. Die Glasfenster und die Kreuzwegstationen schuf Georg Meistermann. Neben der Erneuerung des Kirchengebäudes war in dieser Zeit die Glaubens-vertiefung und die Förderung des Zusammenhalts in der Gemeinde ein großes Anliegen.
Dem dienten die "Gebietsmission", die Einrichtung des Wohnviertel-apostolats", ein Gemeindeführer und eigene "Kirchliche Mitteilungen". Ein erster Kirchengemeindrat wurde 1968 gewählt und in sein Amt der Leitung der Gemeinde zusammen mit dem Pfarrer eingeführt. Im Jahre 1969 wurde Pfarrer Steinhübl pensioniert, und Franz Josef Kuhnle als neuer Pfarrer investiert. Vielfältig war das rege Gemeindeleben. Seit 1972 gibt es regelmäßig Gemeinde-Wanderungen. Im gleichen Jahr hat die Gemeinde in Hinznang die "Fidelis Ranch" erworben. Mit Bedauern und Freude zugleich haben die Gemeindemitglieder 1976 die Berufung ihres Pfarrers zum Weihbischof der Diözese aufgenommen.
Nun wurde Alfred Jerg Pfarrer der Gemeinde. Der geplante Neubau des Gemeindezentrums mit Kindergarten und Jugendzentrum wurde seit 1976 ausgeführt und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil für das Gemeindeleben. Viele Gemeindemitglieder haben sich auch aktiv am Ausbau der"Fidelis Ranch" beteiligt. Freizeiten, Klausurtagungen des Kirchengemeinderates und mancherlei gemeindliche Aktionen finden bis heute dort statt. Tief erschüttert hat die Gemeindemitglieder der plötzliche Tod von Pfarrer Jerg im Oktober 1988, der seit einigen Jahren zusätzlich das Amt des Regional-dekans inehatte.
Von 1989 bis zum Jahr 2000 war Martin Kneer Pfarrer der Gemeinde. Diese Jahre waren geprägt von einem großen Wandel der Zusammensetzung der Gemeindemitglieder und deren Nähe zu Kirche und Gemeinde. Seit 1993 werden die Kirchlichen Mitteilungen" an alle Gemeindemitglieder verteilt. Im Jahr 1995 wurde die Kirche renoviert, 1996 war die "Gemeindeerneuerung". Den veränderten Gegebenheiten trug die Einrichtung des "Pastoralaus-schusses" Rechnung. Im Jahr 2000 wurde die "Seelsorgeeinheit Stadtmitte Stuttgart" eingerichtet und die Pfarreien St. Fidelis und St. Maria miteinander verbunden.
Seit Oktober 2000 ist Herbert Schmucker, Pfarrer von St. Maria, als Leiter dieses Teils der Seelsorgeenheit auch Pfarrer von St. Fidelis.
Die 75 Jahre des Bestehens der Pfarrei St. Fidelis sind geprägt von ungeheuren Erschütterungen und großem gesellschaftlichem und kirchlichem Wandel.
Dankbar sind wir für die vertrauensvolle ökumenische Zusammenarbeit mit den evangelischen Mitchristen.
Dankbar sind wir für die Bereitschaft so vieler, das Leben der Gemeinde verantwortlich mitzutragen. Sie sind - wie der heilige Fidelis einst - echte Zeuginnen und Zeugen des Glaubens geworden.
So soll dieses Reliquiar die Erinnerung an den Glaubenszeugen Fidelis von Sigmaringen wachhalten und so soll diese Chronik der vergangenen 75 Jahre an die vielen Glaubenszeugen erinnern, die unsere Gemeinde in diesen Jahren hervorgebracht hat. Deren gelebtes Zeugnis für das Evangelium möge uns und unsern Nachkommen Ansporn und Vorbild sein.
Der Fürbitte des heilige Fidelis und dem Segen Gottes empfehlen wir unsere Gemeinde und legen zum Zeugnis dafür dieses Dokument in dem Reliquiar nieder, das Eugen Benk geschaffen und gestiftet hat.

Stuttgart, den 10. Dezember 2000

Ausführliche Informationen zum Hl. Fidelis von Sigmaringen auf der Website der Kirchgemeinde

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1 · Außen

2.1 · Grundriss

Geht man auf der Seidenstraße stadtein- oder stadtauswärts kann man in der Häuserschlucht von Verwaltungsgebäuden, Hotel, Schule etc. sehr leicht St. Fidelis übersehen. Nur zwei kleine Treppenaufgänge (a) in einer Mauer, die den Kirchbereich zur Straße abtrennt, führen zum Kirchhof, auch "Paradies" genannt. b = Seiteneingänge · c = Hauptportal (darüber das Mosaik mit dem Hirten, links und rechts zwischen Seiten- und Haupteingang je 4 musizierende Engel.
Auf Grund dieser Lage ist ein Blick auf das Bauwerk insgesamt gar nicht möglich, auch die Hauptfassade kann man nur "steil himmelwärts" betrachten...

An die Stelle des früheren Chores (mit Altar, Ambo etc.) ist nun der "Raum der Stille" eingezogen worden. Ein oben durchbrochener, ganz in warmem Holz gefasster Raum, zum Schiff durch große Doppeltüren zu öffnen (oder auch abzutrennen).

O1 - O4: Vier Rundfenster (Oculi). O1 + O2 identisch "Pfingsten"
O3: Herz Mariens (davor der Taufstein Tst)
O4: Herz Jesu - Fenster

C: Christus - ehemals im Chor (am Kreuz)
darunter in die Chorwand eingelassen:
T: Tabernakel

P: Pietà (Südwand auf Altarhöhe)
M: Madonna mit Kind (Nordwand auf Altarhöhe)

BS: Beichtstühle (Süd- & Nordwand)

HF: Heilige Fidelis Statue (Südwand)
Z+K: Hll. Zita und Konstanzia (Nordwand)

Mk: Marienkapelle

2.2 · Innen Rückblick auf den Kirchenraum bis 2018

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2.3 · Innen Überblick Kirchenraum ab 2019

Am augenfälligsten nach der Umwandlung in ein "Spirituelles Zentrum" ist neben dem Wegfall des Chores das Entfernen der Kirchenbänke und Ersetzen durch lose Bestuhlung, die nun um die beiden Hauptstücke Altar und Ambo (sich im Schiff in Längsachse gegenüberstehend!) als Rechteck gestellt werden. Austausch des Fußbodens, Aufhellung Wände und Tonnendecke. Neugestaltung und Platzierung der meisten "Schmuckstücke" (s.u. 4)

Entstanden ist ein sehr heller, freundlicher Raum, weit weg vom traditionellen Kirchenbild, der aber für mein Empfinden keine "Geborgenheit" ausstrahlt. Als "Think Tank" für die Kirche im 21. Jahrhundert sicher ein geeigneter Ort, zum Beten wird man wohl eher in St. Elisabeth oder die Domkirche St. Eberhard gehen...

2.11 - 18: Blick vom Eingang (O) zum ehemaligen Chor, nun "Raum der Stille" im W.
2.21 - 25: Gegenblick von W nach O zur Orgel
2.26 + 27: Blick ins 2. Joch (S - Hl. Fidelis / N - Hll. Barbara & Katharina)
2.28 + 29: Beichtstühle (4. Joch)
2.30 + 31: Blick ins 6. Joch (S - Pietà / N - Madonna mit Kind)
2.32 + 33: Blick ins 7. Joch (S - Taufstein / N - Christus & Tabernakel)
2.34 + 35: Altar & Ambo im Schiff
2.41 - 44: Raum der Stille
2.51: Decke

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3 · Orgel

Auf der Website des Orgelbauers Vleugels schreibt Prof. Ludger Lohmann über "Stuttgart, St. Fidelis III/44 · Neubau 2005 · Zur Klanggestalt der neuen Vleugels-Orgel"
Der Orgelprospekt wurde von der Künstlerin Anina Gröger (Pforzheim) gestaltet.

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Disposition

I. Manual - Hauptwerk C-a'''

II. Manual - Positiv (schwellbar) C-a'''

III. Manual - Schwellwerk C-a'''

Pedal C-f'

1. Praestant 16'

2. Principal 8'

3. Rohrgedackt 8'

4. Viola da Gamba 8'

5. Octave 4'

6. Blockfloete 4'

7. Quinte 2 2/3'

8. Superoctave 2'

9. Mixtur 5f. 2'

10. Cornet 5f. 8'

11. Bombarde 16'

12. Trompete 8'

13. Clairon 4'

14. Principal 8'

15. Gedacktflöte 8'

16. Salicional 8'

17. Octave 4'

18. Holzfloete 4'

19. Nasat 2 2/3'

20. Doublette 2'

21. Terz 1 3/5'

22. Sifflet 1'

23. Scharfmixtur 4f. 1 1/3'

24. Englischhorn 16'

25. Schalmei 8'

Tremulant

26. Bourdon 16'

27. Geigenprincipal 8'

28. Flauto amabile 8'

29. Viola 8'

30. Vox coelestis 8'

31. Fugara 4'

32. Querfloete 4'

33. Flageolet 2'

34. Cornetmixtur 4f. 2 2/3'

35. Trompette harm. 8'

36. Oboe 8'

37. Vox humana 8'

Tremulant

37. Principalbass 16'

38. Subbass 16'

39. Octavbass 8'

40. Violonbass 8'

41. Choralbass 4'

42. Posaune 16'

43. Trompete 8'

6 Normalkoppeln (mechanisch), als Zug und Piston
5 Oktavkoppeln:
Sub III, Sub III/I (mechanisch oder elektrisch) Super III, Super III/I (nur als Zug) und Super III/Pedal (als Piston und Zug) [alle vorbereitet].
Glockenspiel vorgesehen, ebenso Cymbelstern, Nachtigall, Kuckuck, Tympanon, Penicillus 1/2', Plumbum 2/3', Pauke
Crescendotritt und 2 Schwelltritte (TT-Einlage V2A)
Zungen ab, Tutti, Rücksteller · Setzer 4000-fach mit div. Sequenzern · Ventus 28/120 - Ölkontrolllampe in Schublade

Quelle: Website der Fa. Vleugels

Über die Kirchenmusik gibt die Website "Kirchenmusik in Stuttgart" Auskunft.

4.1 · Verlust des Chores

Der entscheidendste Eingriff in die Kirchenarchitektur und -gestalt dokumentiert sich im Wegfall des Chorraumes. Nachfolgend 2 Bilder aus der "alten" Kirche, wo man an der Chorwand (hier: Westwand) das Crucifix sieht, davor in dunkelgrünem Marmor die Hauptstücke Altar, Ambo, Taufstein, Tabernakel:

4.2 · Christus (ohne Kreuz) und Tabernakel

Die Christusfigur wurde (ohne das Kreuz) an die rechte Chorstirnwand versetzt, darunter neu - in die Wand eingelassen - der Tabernakel

4.3 · Weitere Ausstattung

Von vorn nach hinten (siehe auch Grundriss oben):

4.06: Taufstein (S)
4.11 - 14: Pietà (S)
4.21 - 23: Madonna mit Jesuskind (N)
4.31 - 33: Hl. Fidelis (S) - ursprünglich (1925) auf dem rechten Seitenaltar
4.34 + 35: dto, Foto aus 2014. Damals Statue auf Postament mit einer Reliquiendose des Goldschmieds Eugen Benk aus dem Jahr 2000
4.41 - 44: Hll. Zita und Konstanzia (N) - neu 2019
4.51 - 53: Marienkapelle (O)
4.54: Tafel in Marienkapelle mit (kaum lesbarer Inschrift)
(oben) TREU CHRISTUS DURCH MARIA
(unten) FIDELISTREU DER MUTTER MIT DEM KIND

Die 3 aus gleichem Material geschaffenen Figuren (Madonna mit Jesuskind, Hll. Zita und Konstanzia) standen ursprünglich (1925) auf dem linken Seitenaltar.

Zur "Kunst in der Kirche" liest man auf der Website des Spirituellen Zentrums:
Die liturgischen Gegenstände in St. Fidelis stammen vom Stuttgarter Künstler Martin Bruno Schmid und fügen sich in ihrer Schlichtheit harmonisch in den Kirchenraum ein. Die Klarheit und besondere Symbolik der Formensprache überzeugt ästhetisch und ermöglicht zugleich eine zeitgemäße und sinnvolle Nutzung. Altar, Ambo, Taufstein und Tabernakel sind wie auch der Boden aus hellem Kalkstein. Ambo, Taufstein und Tabernakel sind aus dem großen Altarblock herausgeschnitten, bilden sich als Negativformen im Altar ab und geben ihm seine endgültige Form. Die Gegenstände sind so zueinander im Raum platziert, dass sie über die jeweiligen Sichtachsen räumlich wie inhaltlich miteinander kommunizieren und zugleich die Ruhe und Homogenität des Raums unterstreichen.

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4.4 · Abgänge

Wie oben ausgeführt, wurden in die neue Kirche nicht übernommen:
Altar, Kanzel, Tabernakel, Taufstein - alle aus dunkelgrün marmoriertem Marmor - sowie zwei Wandbüsten. Die Hauptstücke befinden sich heute im Diözesan-Depot Obermarchtal, die beiden Heiligen-Büsten wurden in der Kirche eingelagert, das ehemalige Gestühl (Bänke) steht heute in Kisongo/Tansania.

4.61: Taufstein
4.62: Tabernakel
4.63: Hl. Josef
4.64: Hl. Antonius von Padua

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5 · Kreuzweg

Der Kreuzweg wurde von Georg Meistermann lt. Wikipedia 1967 - 69 gestaltet. Über den Künstler gibt Wikipedia Auskunft.
Auf der Website der Kirchgemeinde stehen Meditationen zu 7 der 15 Stationen, 1993 entstanden als "Kreuzweg der Jugend - ENTHÜLLT".

Bis 2018 waren die 15 Darstellungen auf einem farbigen Hintergrund angebracht, seit 2019 sind sie in die Kirchenwand Süd (1 - 5) und Nord (6 - 15) eingelassen. Zum Vergleich wird hier in der Diashow die 1. Station in alter und neuer Darstellungsweise gezeigt.
Einzig die 12. Station (Kreuzigung) ist vom Material her anders als "Leucht-Glasbild" konzipiert.

 

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6 · Konsolen

Die Strebepfeiler der Dachbinder (außer dem Binder bei der Empore) enden in den skulptierten Konsolen. Die Konsolen von Josef Zeitler bestehen aus einem Relief, das in einer Skulptur endet. Gegenüberliegende Konsolen sind gleich aufgebaut und ihre Skulpturen entsprechen einander. Weitere Details siehe Wikipedia

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7.1 · Chorfenster & Oculi im Schiff

Die beiden Fenster im Chor symbolisieren Heiliger Geist (l 7.02+7.03) - Gottvater (r 7.04+7.05)

Im Schiff sind im 1. und 7. Joch links und rechts (N & S) Rundfenster (Oculi) eingelassen (siehe Grundriss):
7.11 - 7.16: "Pfingsten" (identische Fenster)
7.17 - 7.19: Herz Mariens (davor steht der Taufstein)
7.20 - 7.22: Herz Jesu (daneben an der Chorwand Christus und Tabernakel)

Alle Fenster (auch die 16 Fenster im Schiff / s.u.) wurden 1964/65 von Georg Meistermann geschaffen (s.o. Kreuzweg) - Glaswerkstatt Hans Bernd Gossel / Frankfurt am Main.

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7.2 · Fenster im Schiff

16 farbverschiedene, aber sonst identische Langhausfenster, davon 2 auf der Empore, 12 im Mittelschiff und 2 im Chor. Höhe: etwa 450 cm. Entstehungsjahr: 1964/1965. Standort: Emporen, Mittelschiff und Chor.

Die Langhausfenster „zeigen den Gnadenstrom in einer dreiteiligen vertikalen Komposition: Von den seitlichen Fensterrändern ausgehend, nehmen verschieden proportionierte und dichte weiße Lamellen jeweils etwa ein Drittel der Gesamtfläche ein und enden kurz vor der Mittellinie. […] Der in der Mitte der Fläche entstandene Spalt beinhaltet einen Bildgrund aus dichten, horizontalen Strukturen. Über diese verläuft ein mehrstrahliger, wellengeformter Gnadenstrom. … Die Farbe des stromförmigen Bandes variiert, nimmt an Farbigkeit und Heiligkeit ab und zu.“

Quelle: Wikipedia

Diashow (16 Bilder) beginnt mit dem Fenster auf der Empore Nord, dann im Uhrzeigersinn durch Schiff - Chor- Schiff - Empore Süd.

 

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Impressum

Stuttgart · St. Fidelis - station s fotografiert im Mai und Dezember 2013 sowie neu am 07.04. + Anfang Mai 2020 - 156 Bilder
Zunächst auf www.kirchen-online.org veröffentlicht am 25.01.2014
Auf www.kirchen-online.com unter Einbezug einiger alter Bilder neu veröffentlicht am 01.06.2020 SDG
Dank an Gabriela Hesselbach (Vorsitzende im Planungsteam für die Renovierung 2018/19) für viele Detailhinweise
(c) 2020 Foto-Kunst Andreas Keller

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