Weil der Stadt · St. Peter und Paul

Inhalt

Allgemeine Hinweise, Links
Außen · Südportal Giebel
Innen
Orgel
Skulpturen im Schiff
Turmhalle West · Nord · Süd
Dreikönigsschrein
Kanzel
Chor Sakristeizugang · Sakramentshaus · Hochaltar
Reliquienkreuz
Kreuzrippengewölbe · Schlußsteine
Beichtstuhl · Kreuzwegstationen
Impressum

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Ergänzung am 19.05.2015:
Die Kirchgemeinde verwahrt an sicherem Ort ein höchst wertvolles Reliquienkreuz aus dem 15. Jahrhundert. Die bewundernswerte Arbeit aus einer Goldschmiede-Werkstatt des Ortes. Der Künstler ist nicht bekannt. Durch freundliche Hilfe von Dr. Heribert und Viola Sautter konnte ich dies Kreuz Anfang Mai fotografieren und nun die Bilder hier veröffentlichen.

"Über dem Stadtkern erhebt sich das bedeutendste Baudenkmal Weil der Stadts, die ab dem 15. Jahrhundert als Nachfolgerin einer romanischen Basilika errichtete Stadtkirche St. Peter und Paul, ein spätgotischer Hallenbau aus regionaltypischem Buntsandstein mit drei Türmen, manieristischem Sakramentshaus (1611), barockem Hochaltar (1700), prunkvoller Kanzel (1742) sowie bemerkenswerter Sakralkunst des 20. Jahrhunderts."
Quelle: Wikipedia

"Die katholische Stadtkirche St. Peter und Paul in Weil der Stadt ist eine dreigeschliffene, netzgewölbte spätgotische Hallenkirche, deren Schiff 1492 neu gebaut wurde. Einen ersten romanischen Kirchenbau an dieser Stelle gab es schon Mitte des 6. Jahrhunderts.
Die spätromanische Osttürme stammen aus dem 13. Jahrhundert, der Westturm wurde im späten 14. Jahrhundert angefügt. Die spätgotische Hallenkirche stammt von 1492/1512. Das 1648 zerstörte Kirchenschiff wurde 1869 restauriert. Weil der Stadt blieb nach der Reformation eine katholische Stadt.
Kunstwerke im Inneren: bedeutende spätgotische Kreuzigungsgruppe (Ulmer Schule, um 1460/70), Renaissance-Sakramenthaus von Georg Miler (1611), barocker Hochaltar (1700), Rokokokanzel (1742), Glasfenster (Hitler als Satan) von Jokarl Huber (1940)."
Quelle: Website Stuttgart Tourist

Im Internet findet man auf der Website der Kirchengemeinde umfangreiche Informationen zur Geschichte und zur Kirche.

Im Verlag Schnell & Steiner erschien erstmals 1971 ein "Kleiner Kunstführer", seitdem mehrmals verbessert, erweitert - ggw. in der 4. Auflage (2006), informativ und sehr ansprechend farbig bebildert.

Verwiesen sei auch auf folgende Publikationen:
- St. Peter und Paul, Weil der Stadt : Festschrift und Dokumentation zur Altarweihe 1983 / hrsg. von d. Kirchengemeinde St. Peter u. Paul, Weil der Stadt. [Autoren: Ulrich Boeyng ...] (1983)
- Die Stadtkirche von St. Peter und Paul in Weil der Stadt / [Verf.: Siegfried Schütz. Hrsg.: Volksbank Weil der Stadt eG] (1985)
- S[ank]t Peter und Paul, Weil der Stadt : Geschichten und Bilder / Texte u. Bildausw. von Wolfgang Schütz Mit e. Beitr. von Elmar Schmitt. [Hrsg. von d. Kath. Kirchengemeinde St. Peter u. Paul, Weil d. Stadt] (1989)

Sehr lesenswert ist auch die Beschreibung Weil der Stadts mit seinen Bauten in der "Beschreibung des Oberamts Leonberg / Kapitel B25" von 1852.

Informationen auch auf www.kirchbau.de

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Außen

Südportal - Giebel

Der östliche Eingang an der Südseite ist die sogenannte Ehe- oder Brauttüre. Sie ist mit Rund- und Kielbogen, reichem Krabben- und Kreuzblumenschmuck ausgestattet, sowie mit zwei vollplastischen Halbfiguren in farbiger Fassung versehen. Sie stellen links den Kirchenpatron Petrus mit Buch und Schlüssel, rechts Salomo mit Zepter und Namensband dar. Zwischen diesen Figuren liegen zwei Wandnischen mit Konsolen, in denen sich möglicherweise früher weitere Figuren befanden. Besonders bemerkenswert an der Brauttornische ist das dichte und reiche Kurvaturgewölbe.
Quelle: Kleiner Führer 1. Auflage 1971

Südportal - Giebel · Einzelbilder

Innen

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Betritt man von der Turmvorhalle aus das Langhaus, so bietet sich ein überraschend weiter, gut durchlichteter Raum. Die vier Joche in drei Schiffen mit den Kapellennischen zwischen den Strebepfeilern bilden einen quadratischen, geschlossenen Raum. Originale, also spätgotische Teile dieser Halle sind die Netzgewölbe der Einsatzkapellen zu beiden Seiten mit den flachbogigen Arkaden, die sie gegen die Seitenschiffe abschließen. Das Rippennetz der Seitenkapellen ist dichter als das von Mittel- und Seitenschiffen, das, wie die Rundpfeiler, eine Arbeit des 19. Jh. ist. Die vielgeschmähte Neugotik leistete in Weil der Stadt erfreulich gute Arbeit. Die rautenförmige Rippenführung der Seitenschiffe, wie die sechsstrahligen Sternmuster des Hauptschiffes finden sich auch in originalen Gewölben der Spätgotik. Einzig Pfeilerkapitelle und Schlußsteine sind Verlegenheitslösungen, an denen eine formale Unsicherheit deutlich wird.

Das fünfte Joch verengt sich zwischen den Osttürmen. Die Zugänge zu den Turmhallen sind von Rundbogen überwölbt. Die südliche Halle ist Tauf-, die nördliche Marienkapelle. Sie haben ein sechs- bzw. achtstrahliges Sterngewölbe mit Schlußsteinen.

Quelle: Kleiner Führer, 1. Auflage 1971

    • Linkes Seitenschiff

    • Rechtes Seitenschiff

    • Blick diagonal nach Nordost

    • Blick diagonal nach Südost

    • Blick diagonal nach Südwest

    • Blick diagonal nach Nordwest

    • Blick nach Westen

    • Blick nach Westen zur Orgelempore

    • Die Orgel

Der monumentale Quaderbau wird 1492 begonnen und findet seinen Abschluß mit der 1519 datierten Chorwölbung. Barocke Ausstattungen werden bei Restaurierungen im 19. Jahrhundert wieder beseitigt. Der früheste Hinweis auf eine Orgel in der Kirche St. Peter und Paul ist im Bericht über den großen Stadtbrand 1648 zu finden. Die eindringenden Franzosen setzen die ganze Stadt in Brand, wobei auch „die Pfarrkirch mit den meisten Zierraten, Altären, Orgel, Glocken und Bibliothek gänzlich verbronnen". Mehr ist über diese Orgel nicht bekannt.
1656 wird als Übergangslösung eine kleine Orgel mit 6 Registern gekauft, die Johann Schott, Orgelmacher zu Horb, erbaut hat und ursprünglich nach Calw geliefert hatte. 1699 wird bei dem Gmünder Orgelmacher Johann Christoph Hertzer ein neues Werk mit 16 Registern auf 2 Manualen und Pedal (nur Subbaß 16') bestellt. Das heute noch den Prospekt zierende Stadtwappen hat auf der Rückseite die Aufschrift „1730 Schwäb. Gmünd". 1870 werden im Rahmen der Regotisierung der Stadtkirche die beiden barocken Emporen abgebrochen und eine hochsitzende, neue Empore eingezogen. Orgelbauer Branmann aus Esslingen übernimmt dabei den Ab- und Wiederaufbau der Orgel. Gleichzeitig tauscht er auch einige Register im Sinne der Romantik aus.
50 Jahre später ist durch Holzwurmbefall der Zustand der Orgel so schlecht, daß man sich trotz Inflation 1922 zum Bau einer provisorischen Orgel mit 15 Registern entschließt, deren Ausführung die Firma Weigle (Echterdingen) übernimmt. Dabei wird der Barockprospekt seitlich erweitert.
Erst 1940 kann im Rahmen einer Kirchenrenovation das „Orgelprovisorium" durch Erweiterung auf 26 Register ausgebaut werden. Nach Vorschlägen von Dr. Walter Supper (Esslingen) erhält der alte Prospekt seine ursprüngliche Form zurück und für das dritte Manualwerk entsteht ein neues, dem historischen Gehäuse angepaßtes Rückpositiv. 1969 muß die umgebaute Orgel durch einen Neubau ersetzt werden, da die Schäden des starken Wurmbefalls zu groß sind. Nach Restaurierung des Barockprospektes erstellt die Firma Vleugels (Hardheim) das neue Orgelwerk, dessen 33 Register zählende Disposition Dr. Hans Böhringer (Stuttgart) zusammengestellt hat. Die Gesamtintonation wird von Winfried Albiez aus Lindau ausgeführt. Wolfram Rehfeldt

Heutiger Zustand
Gehäuse: Johann Christoph Hertzer 1699
Disposition: Dr. Hans Böhringer
Werk: Fa. Vleugels 1969
33 Register, III + P

Disposition Orgel

Hauptwerk C-g³

Rückpositiv C-g³

Brustwerk (Schwellwerk) c-g³

PedalC-f1

Quintade 16'

Prinzipal 8’

Holzflöte 8'

Oktave 4'

Nachthorn 4'

Scharfquinte 2 2/3'

Superoktave 2'

Mixtur 5-6fach

Trompete 8'

Tremulant

Musiziergedeckt 8'

Flötenpraestant 4'

Trichterflöte 2'

Quintan 1 1/3’ + 8/9'

Scharf 3-4fach

Krummhorn 8'

Tremulant

Rohrflöte 8'

Harfpfeife 8'

Spillflöte 4'

Nasard 2 2/3'

Oktave 2'

Blockflöte 2'

Terzflöte l 3/5'

Oktävlein 1’

Scharfzimbel 3-5fach

Sordun 16'

Tremulant

Prinzipalbaß 16'

Pommerbaß 16'

Oktavbaß 8'

Rohrpfeife 8'

Gemshorn 4'

Rauschbaß 5fach

Posaune 16'

Clairon 4'

Normalkoppeln; mechanische Spieltraktur, elektrische Registertraktur; 3 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination, 3 Gruppenzüge.

Quelle: Helmut Völkl, Orgeln in Württemberg, Hänssler-Verlag Neuhausen-Stuttgart 1986

Skulpturen im Schiff

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A St. Agnes

B Rosenkranzmadonna

C Pietä

D St. Wendelin

E St. Wendelin

F Johannes der Täufer

G Kreuztragender Christus

H St. Christophorus

I Hl. Josef

K Anna Selbdritt

L Christus als Auferstandener

M Maria

N König David

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Turm-Vorhalle · nördl. + südl. Turmhalle · Dreikönige

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1 Kreuzigungsgruppe in der West-Turm Vorhalle

2 Nördliche Turmhalle

3 Südliche Turmhalle

4 Dreikönige

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West-Turm Vorhalle

Nördliche + südliche Turmhalle

Einen unter mehreren Aspekten ausgesprochen bemerkenswerten und interessanten Ausstattungs-zyklus aus neuerer Zeit bergen die beiden Kapellen der Osttürme. Geschaffen wurde er teils noch zu Beginn des Zweiten Weltkriegs 1940/41, teils auch in der Notzeit kurz nach seinem Ende von dem Künstlerehepaar Josef Karl Huber nach dem Kriege Professor an der Kunstakademie in München, und Hildegard Huber-Sasse. Er umfasst zwei Farbglasfenster; die Ausmalung der Gewölbezone mit Fresken, den Deckel des Taufsteins (mit Fisch) sowie ein Mosaik in der östlichen Blendarkade des Nordturmes. Berühmtheit erlangt hat vor allem das Fenster am Südturm (1940, Jokarl Huber), das Begebenheiten aus der Zeit des öffentlichen Wirkens Jesu wiedergibt: In der Szene der Versuchung Jesu trägt der Teufel unverkennbar die Züge Adolf Hitlers - ein mutiges Zeugnis kirchlichen Widerstandes nicht nur Hubers, sondern auch des damaligen Stadtpfarrers August Uhl gegen den Nationalsozialismus.

Nördliche Turmhalle

Pietà

Quelle: Die Stadtkirche von St. Peter und Paul in Weil der Stadt / [Verf.: Siegfried Schütz. Hrsg.: Volksbank Weil der Stadt eG] (1985)

In der nördlichen Turmkapelle endlich hat eine barockklassizistische Steingruppe der Pietä (sie wurde früher "die Pietà von Weil der Stadt" genannt) ein verstecktes Plätzchen gefunden. Sie war einst mit einem Steinkreuz versehen. Ihr figürlicher, klassizistischer Teil läßt, im Gegensatz zum barocken Sockel, italienische Einflüsse erkennen. Das Denkmal stand last 350 Jahre auf dem Kirchplatz südlich und wurde 1962 von Hanisch-Consée restauriert und gleich danach in die Kirche gebracht. Es entstand zur Erinnerung an die hiesige Pestzeit um 1635 und wurde während des 30jährigen Kriegs wahrscheinlich von einer der wohlhabenden Weiler Familien gestiftet. Der Sockel trägt die Aufschrift: "Mater dolorosa, pietatis vota suscipe, devotas urbis Wilae preces o Maria pia respice" (= Schmerzhafte Mutter, nimm die gelobten Opfer der Frömmigkeit an, erhöre das demütige Gebet der Stadt Weil, o heilige Maria).

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Südliche Turmhalle

Südturm

Quelle: Kleiner Kirchenführer

Die Gewölbefelder und -Zwickel des Südturms (1939, Jokarl Huber) sind bemalt mit jungen Männern, die Bänder tragen mit Sätzen des Glaubensbekenntnisses, mit den vier Evangelistensymbolen und Symbolen der Taufe und der aus ihr fließenden Erlösung.

Dreikönigsschrein

Vor mittlerweile über zehn Jahren wurde die Gruppe der drei Könige erstmals wissenschaftlich untersucht und in den größeren Zusammenhang einer zusammengehörigen Werkgruppe weiterer gotischer Skulpturen aus der Region gestellt, die ein Entstehen in Weil der Stadt nahe legen. Jahre später in den Berichten und Mitteilungen des Heimatvereins Weil der Stadt veröffentlicht, hat man die Anregung des Autors, die Gruppe in einem zu rekonstruierenden Altar zusammen zu führen, seitens der Kirchengemeinde, namentlich Herrn Pfarrer Barth, mit großem Engagement aufgegriffen. Ein maßstäbliches Modell des Schreins wurde von Herbert Barta, der das Projekt von Beginn an tatkräftig unterstützte, handwerksgerecht in Massivholz umgesetzt und jüngst konnte der Schrein in der Kirche montiert und die Alarmanlage installiert werden. Seit vielen hundert Jahren präsentieren sich die Figuren nun erstmals wieder in dem Zusammenhang, für den sie ursprünglich gemacht waren.
Die Gruppe wird um 1420-30 entstanden sein. Kunstgeschichtlich ordnet man sie dem so genannten Weichen oder Internationalen Stil zu. Vollständige Gruppen dieses Alters sind außerordentlich selten auf uns gekommen und die Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul präsentiert mit Stolz und Freude dieses weitere Kleinod ihres ohnehin bemerkenswerten Bestands an bedeutenden Kunstgegenständen.
Die Gruppe wurde am 24. September 2005 nach Restaurierung von Pfarrer Hermann Barth unter Beteiligung der Kirchengemeinde feierlich enthüllt.

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Die Kanzel

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Ein vollendetes Werk des Rokoko ist die Kanzel , entstanden 1742. Ihre geistvolle Originalität und die Genialität ihrer schwungvollen Komposition werden vor allem bei einem Vergleich mit konventionellen Kanzeln des Barock deutlich: Ein Gestaltungsprinzip des Rokoko wurde hier konsequent verwirklicht, nämlich der Sieg der künstlerischen Idee über die Trägheit des Gewöhnlichen und der Triumph der künstlerischen Phantasie über das Konventionelle und Alltägliche. Alles ist in Bewegung begriffen, die Gerade ist ebenso konsequent vermieden wie alle übrigen geometrischen Grundfiguren; spielerisch durchdringen sich die Linien, fast schwerelos schweben die - vorzüglich und elegant gearbeiteten - Figuren am Kanzelkörper.
Sie repräsentieren das Evangelium und die Lehre der Kirche, die von hier aus verkündigt wurden; am Kanzelkorb die Symbole der vier Evangelisten mit aufgeschlagenen Evangelienbüchern, auf dem Baldachin die vier Großen lateinischen Kirchenlehrer - zuoberst St. Hieronymus, darunter (von links nach rechts) die Heiligen Augustinus, Gregor der Große und Ambrosius, unter dem Baldachin der Heilige Geist als Taube, dazwischen noch Engel und Putten.

Der Entwurf zur Kanzel stammt von einem Bruchsaler Bildhauer (vermutlich Johann Valentin oder Gottfried Bernhard Götz), die Bildhauerarbeiten von Josef Höchstettei; die Schreinerarbeiten von den Weil der Städter Kunstschreinern Steiner.

Quelle: Website der Kirchgemeinde

    • Hl. Hieronymus, darunter Gregor der Große

    • Hl. Augustinus

    • Hl. Ambrosius

    • Heilig-Geist-Taube im Strahlenkranz

Chor · Sakristeizugang

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Chor · Sakramentshaus

Der späten Renaissance entstammt das wohl bedeutendste Stück der Ausstattung, das große, aus Sandstein gemeißelte, 1611 datierte Sakramentshaus an der Chornordseite. Gestiftet vom reichen Bürger Marquard von Flade, einem entschiedenen Verfechter des Katholizismus in der Stadt im konfessionellen Zeitalter, kam ihm demonstrativer Charakter zu: Es sollte eines der zentralen Elemente des katholischen Glaubens, das Opfer und die leibliche Gegenwart Christi im Altarsakrament verherrlichen. Daran orientiert sich das Bildprogramm, das Szenen der Speisung der Gläubigen aus dem Alten und Neuen Testament sowie Symbole des Opfertodes Christi vereinigt: Unterhalb der Sakramentsnische die Speisung des Elias durch den Engel, im zentralen Bildfeld darüber das Letzte Abendmahl, im nächsten Relief der Mannaregen in der Wüste, anschließend die Emmausjünger, als Bekrönung der Auferstandene. Die Reliefs werden flankiert von Engelsfiguren mit den Leidenswerkzeugen, den Arma Christi, die seinen Opfertod vergegenwärtigen.

Quelle: Kleiner Kirchenführer

Hochaltar (2. Hälfte 17. Jh.)

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Hochaltar · Details

Reliquienkreuz Vorderseite

Reliquienkreuz Rückseite

Reliquienkreuz - Details

    • Spruchband aus Psalm 21: „Foderunt manus meas et pedes meos (Sie haben meine Hände und Füße durchgraben)

    • Spruchband (noch) nicht entziffert

    • Spruchband aus Jesaja 53,7: oblatus est quia ipse voluit et non aperuit os suum (Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf)

    • Spruchband aus Zacharias 9, 11:  tu quoque in sanguine testamenti tui emisisti vinctos tuos (Auch lasse ich durchs Blut deines Bundes los deine Gefangenen)

    • Evangelistensymbol Matthäus (Engel)

    • Evangelistensymbol Lukas (Stier)

    • Lamm Gottes · Inschrift: Agnus Dei qui tollis peccata mundi (Lamm Gottes, das du trägst die Sünden der Welt)

    • Evangelistensymbol Johannes (Adler)

    • Evangelistensymbol Markus (Löwe)

Reliquienkreuz - Einzelbilder

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Kreuzrippengewölbe im Chor & Schiff

Schlußsteine

Beichtstuhl

Kreuzwegstationen

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Impressum

Weil der Stadt · Pfarrkirche St. Peter und Paul fotografiert am 15.04.2013
Reliquienkreuz fotografiert am 08.05.2015
Auf www.kirchen-online.com veröffentlicht am 22.01.2015 / 19.05.2015
(c) 2015 Foto-Kunst Andreas Keller

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