Waiblingen · Michaelskirche

Inhalt

Allgemeine Hinweise, Links
Außen · Grabmal an der Nordwand
Innen (1) · Überblick · Orgel · (2) Überblick
Innen (3) · Marienkapelle · Hl. Michael
Innen (4) · Chor · Crucifix · Altar · Lesepult · Taufstein
Innen (5) · Kanzel
Innen (6) · Chorfenster
(7) Netzgewölbe · Schlußsteine · Konsolensteine
(8) Details
(9) Glocken
Impressum

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Die Michaelskirche wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Der Name des Erbauers von Chor und Turm ist im Innenraum links über dem Chorbogen angeschrieben: Hans von Landau. Über seinem Namen kann man das kleine Schild mit Jahreszahl und Meisterzeichen des Erbauers des Kirchenschiffes und Vollenders der Michaelskirche sehen: Peter von Lahn 149(0). Von Lahn hat das Kirchenschiff als dreischiffige Halle gestaltet. Das Mittelschiff ist höher als die Seitenschiffe, deshalb wird das Kirchenschiff als "Staffelhalle" bezeichnet. Kirchenschiff und die Chorräume weisen unterschiedliche Netzgewölbe mit teilweise reich verzierten Schlusssteinen auf. Ihre bildlichen Darstellungen geben Einblick in die religiöse Praxis vor der Reformation. Der linke, nördliche Seitenchor ist dominiert von einem großen Halbrelief des Erzengels Michael. Die Kanzel aus dem Jahr 1484 zeigt die vier berühmten Lehrer und Prediger der christlichen Kirche des Abendlandes, jeder mit dem Symbol eines Evangelisten. Die drei mittleren Fenster des Hauptchores wurden 1957 anstelle der im Krieg zerstörten Fenster von Professor Martin Domke gestaltet.
Quelle: Website der Kirchgemeinde

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Zwei Bücher geben ausführlich über die Michaelskirche Auskunft:

Waiblingen in Vergangenheit und Gegenwart. Band XII (Sonderband) - Dokumentation Michaelskirche -
Hrsg. vom Heimatverein Waiblingen e.V. 1991. ISSN 0938-4995

Ein halbes Jahrtausend Michaelskirche in Waiblingen 1490 - 1990
Hrsg. von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Waiblingen 1989
- vor allem diesem Buch sind viele Beschreibungen (Schlußsteine, Konsolensteine u.a.) entnommen

In der Kirche liegt ein kleiner Flyer auf "Evangelische Michaelskirche Waiblingen - Kurzführer", den man hier als pdf downloaden kann. Auch aus ihm wird nachfolgend in Auszügen zitiert.

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Informationen auch auf www.kirchbau.de

Die gotische evangelische Michaelskirche (früher auch Große oder Äußere Kirche genannt) in Waiblingen ist die größte evangelische Kirche des Ortes. Der Name Michaelskirche ist seit ca. 1950 gebräuchlich.
Der Bau des heutigen Kirchengebäudes wurde vermutlich um 1440 durch Hans von Landau begonnen. Ein genaues Datum über den Baubeginn kann nicht genannt werden. Um 1449/50 wurde der Chor fertiggestellt. Danach gab es kriegsbedingt eine Unterbrechung (Städtekrieg zwischen Graf Ulrich V. von Württemberg und der Freien Reichsstadt Esslingen). Um 1462 erfolgte die Errichtung des Turms. In den 1470er und -80er Jahren wurde nach erneuter Unterbrechung das dreischiffige Langhaus errichtet. In seinen Gewölben sind die Jahreszahlen 1487, 1488 und 149(0) angegeben. Vermutlich in diesem Jahr wurde die Kirche durch Peter von Lahn fertiggestellt.
1990, zum 500jährigen Jubiläum der Kirche, begann eine Außensanierung des Kirchenschiffs und des Kirchturms. Diese Arbeiten wurden im Jahr 2000 abgeschlossen.
Charakteristisch ist der um das Jahr 1462 errichtete markante Kirchturm mit einer Gesamthöhe von 52 Metern. Während der untere Teil einen quadratischen Querschnitt besitzt, ist die Glockenstube achteckig ausgeführt.
Quelle: Wikipedia

Waiblingen im Jahr 1686. Die Nikolauskirche liegt innerhalb der Stadtmauern, die Michaelskirche ist mit eigener Befestigung der Stadt vorgelagert.
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Quelle: LANDESARCHIV BADEN-WÜRTTEMBERG · Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart
H 107/15 Bd 7 Bl. 21 Bild 1

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Außen

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Grabmal an der Nordwand

    • Grabmal der Familie Grimmeisen (1600)

      mit Standbilder der Eltern und ihrer 8 Kinder.

Leuchttisch: Klick in ein Bild öffnet ihn und zeigt die Bilder groß

Innen (1) · Überblick

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    • Blick aus dem Chor zur Empore

    • Westempore mit Orgel

Orgel

55 Register · 3 Manuale · Fertigstellung 2009 · erbaut durch Walcker / Weigle · Baujahr 1876 / 1971

Die historische Orgel in der Evang. Michaelskirche wurde von Mitarbeitern unserer Werkstätte im Jahr 2009 saniert und umgebaut. In dem Gehäuse der sogenannten „Philadelphia-Orgel" von Walcker (1876) befindet sich seit 1971 eine neue Orgel III / 51 der Firma Weigle mit elektrischer Spiel- und Registertraktur und einem freistehenden Spieltisch seitlich auf der Empore. Nachträglich wurden durch Weigle verschiedene Registererweiterungen durchgeführt.

Im Jahr 2009 wurden folgende Arbeiten von uns durchgeführt:
Teilab- und Wiederaufbau des Instruments wegen Gewölbesanierung - Hauptausreinigung - Neubelederung der Schwimmerbälge - Austausch von Elektromagneten - Überholung mit Kugellagertausch aller Drehstrommotoren zur Registerbetätigung - Ersetzen der Zink-prospektpfeifen und Mensurerweiterung von Principal 8’ und Octave 4’

- Einbau einer neuer Setzeranlage in Verbindung mit einer elektronischen Koppelanlage und vier neuen Quer/Oktavkoppeln (III/I 16’, III/II 16’, III/III 16’, IIII/III 4’) - Bau neuer Seitenprospekte (aus Violon 16’) vor die bestehenden Gehäuse von Schwellwerk und Kleinpedal

In enger Zusammenarbeit mit dem OSV KMD Prof. Volker Lutz und dem Bezirkskantor Herrn Immanuel Rößler wurden des Weiteren folgende Dispositionsänderungen vorgenommen:
HW: Vorabzug aus Mixtur 22/3’, neue Trompete 8’.
OW: Neuer Suavial 8’, Mensurerweiterung von Gedeckt 8’ um drei Halbtöne.
SW: Neue Tromp. harm. 8’ anstelle von der Scharfzymbel.
HW und SW: Tausch von Doublette und Waldflöte.
Pedal: Neuer Violon 16’ und 8’ als Fortführungsregister mit 42 Tönen.

Quelle: Website der Orgelbaufirma Mühleisen

Zur Einweihung der neuen Orgel 2009 erschien eine schöne Festschrift. pdf hier zum Download

Disposition nach Umbau 2009

HAUPTWERK I C – g‘‘‘

OBERWERK II C-g‘‘‘

SCHWELLWERK III C-g‘‘‘

PEDAL C-f

Quintade 16‘
Principal 8‘
Spitzflöte 8‘
Octave 4‘
Hohlflöte 4‘
Quinte 2 2/3‘
Octave 2‘
Groß Mixtur 2 2/3‘
Klein Mixtur 1 1/3‘
Cornett 3-5 fach
Trompete 8‘
Clairon 4‘

Tremulant

Suavial 8
Gedeckt 8
Quintade 8
Principal 4
Rohrflöte 4
Quinte 2 2/3
Octave 2
Blockflöte 2
Terz 1 3/5
Spitzquinte 1 1/3
Scharf 4-5 fach 1
Cromorne 8

Tremulant

Bourdon 16
Principal 8
Flûte majeure 8
Salicional 8
Voix céleste 8
Octave 4
Nachthorn 4
Nasard 2 2/3
Waldflöte 2
Terzflöte 1 3/5
Septime 1 1/7
Sifflöte 1
Fourniture 5-6 fach 2
Hautbois 8
Bombarde 16
Trompette harm. 8
Clairon 4

Tremulant

Principalbass 16
Violon 16
Subbass 16
Zartbass 16
Quinte 10 2/3
Octavbass 8
Violon 8
Gemsbass 8
Octave 4
Basszink 4 fach 5 1/3
Hintersatz 4 fach 4
Posaune 16
Trompete 8
Klarine 4

Tremulant

Koppeln:
II/I, II/I, III/I 16, III/II, III/II 16, II/III, III/III 16, III/III 4, I/P, II/P, III/P, III/P 4
Zimbelstern

Quelle: Website der Orgelbaufirma Mühleisen

Innen (2) · Überblick

    • Blick diagonal nach Nordost

      (Aufgang zur Marienkapelle mit Hochrelief des Erzengels Michael)

    • Kanzel

    • Blick diagonal nach Südost

      mit Kanzeltreppe

    • Blick diagonal nach Südwest

    • Blick diagonal nach Nordwest

Innen (3) · Marienkapelle · Hl. Michael

Der linke, nördliche Seitenchor ist dominiert von einem großen Halbrelief des Erzengels Michael. Mit der Rechten stößt er dem Drachen das Schwert in den todbringenden Rachen. Dass ihm die linke Hand fehlt, ist allerdings nicht Schuld dieses Drachen, sondern des "Zahnes der Zeit". Das Michaelsrelief hat den "Bildersturm" der Reformationszeit überdauert. Vermutlich genoss es große Verehrung. Der Name "Michaelskirche" ist allerdings erst nach 1950 eingeführt worden.

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    • Die Jahreszahl von 1661 weist auf eine nach dem Dreißigjährigen Krieg wohl nötige Renovierung hin.

Innen (4) · Chor · Crucifix · Altar · Lesepult · Taufstein

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    • Crucifix (seit Renovierung 1866 im Chorbogen)

    • Nische und Sakristeizugang

    • Holzaltartisch (konzipiert von E. Laichinger 2000)

    • Lesepult

      Das Lesepult schuf der Bildhauer Franklin Pühn 1990. Die Taube als Symbol des Heiligen Geistes schwebt über den beiden Stelen. Links mit Motiven des Alten Testamentes und rechts mit Motiven des Neuen Testamentes.

    • Lesepult links von unten nach oben:

      Noah in der Arche, die Tochter des Pharao findet den kleinen Mose im Nil, Hiobs Klage, Friede zwischen Mensch und Tier (Jes. 11).

    • Lesepult rechts von unten nach oben:

      Jesus beruft Petrus, Maria salbt Jesus, Jesus heilt einen Kranken, Johannes tauft Jesus.

    • Taufstein

      Der zierliche neugotische Taufstein steht heute links vom Mittelgang vor den Chorstufen. Er stammt aus dem Jahr 1866.

Innen (5) · Kanzel

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    • Kanzel

    • Kanzeldeckel von 1866

    • Kanzelkorpus von 1484

    • Kanzelfuß

    • Kanzelfuß

    • Augustinus

      Die Reliefs am Kanzelkorb stellen die vier großen lateinischen Kirchenväter dar, wie hier den heiligen Augustinus. Der Engel ist das Symbol des Evangelisten Matthäus. Aurelius Augustinus starb 430 als Bischof von Hippo in Nordafrika.

    • Gregor

      Kanzelrelief des heiligen Gregor mit dem Stier als Symbol des Evangelisten Lukas. Diese Symbole weisen auf die Verkündigung des Evangeliums hin. Gregor der Große war von 590 bis 604 Papst. Nach ihm wird der mittelalterliche einstimmige Kirchengesang als Gregorianik bezeichnet.

    • Ambrosius

      Kanzelrelief des heiligen Ambrosius mit dem Löwen als Symbol des Evangelisten Markus und dem Meisterzeichen des Peter von Lan (Lau) mit Jahreszahl 1484. Ambrosius, 340 als Sohn eines hohen römischen Beamten in Trier geboren, wurde 374 Bischof von Mailand.

    • Hieronymus

      Kanzelrelief des heiligen Hieronymus mit dem Adler als Symbol des Evangelisten Johannes. Hieronymus hat für die lateinisch sprechende Kirche des Abendlandes die Bibel aus dem hebräischen und griechischen Urtext übersetzt. Er starb 420 in Bethlehem. Oft wird er, wie hier, mit dem Hut eines Kardinals dargestellt und zugleich als Einsiedler und Asket in der Wüste mit einem Löwen als Hausgenossen.

(6) Chorfenster

Die drei mittleren Chorfenster wurden 1957 anstelle der im Krieg zerstörten, durch Prof. Martin Domke (Hepsisau bei Kirchheim/Teck, früher am Bauhaus Weimar) neu gestaltet. Hinweise zu Martin Domke nnz-online von 2001

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Linkes Fenster: Weihnachtsfenster

Linkes Chorfenster

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Verkündigung an Maria

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Anbetung der Weisen

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Flucht nach Ägypten

Linkes Fenster - Einzelbilder (v.o.n.u.)

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Mittleres Fenster: Osterfenster

Mittleres Chorfenster

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Osterfenster mit dem auferstandenen Christus

Mittleres Fenster - Einzelbilder (v.u.n.o.)

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Rechtes Fenster: Passionsfenster

Rechtes Chorfenster

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Gethsemane

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Verrat des Judas

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Kreuztragung

Rechtes Fenster - Einzelbilder (v.o.n.u.)

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(7) Netzgewölbe · Schlußsteine · Konsolensteine

Kirchenschiff und die Chorräume weisen unterschiedliche Netzgewölbe mit teilweise reich verzierten Schlusssteinen auf. Ihre bildlichen Darstellungen geben Einblick in die religiöse Praxis vor der Reformation.

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Netzgewölbe · Chor

Chor (Osten)

Lamm Gottes mit Nimbus, Kreuzstab, Banner - Symbol für Christus

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Leidender Christus (auf dem Schweißtuch der Veronika)

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Wappen des Grafen Ulrich V.

(Westen)

Schlußsteine Chor - Einzelbilder

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Netzgewölbe · Marienkapelle

Westen

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Wappen der Familie Gärtringen

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Wappen der Familie Schinnagel

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Madonna mit Jesuskind

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Lamm Gottes

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Osten

Schlußsteine Marienkapelle - Einzelbilder

 

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Netzgewölbe Schiff

West

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Ost

Netzgewölbe · Schiff hinten

Westen

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Apostel Andreas

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Apostel

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Apostel Bartholomäus

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Wappen
Osten

Netzgewölbe · Schiff Mitte

Westen
Apostel Bartholomäus

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Wappen

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Madonna mit Granatapfel & Jesuskind

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Wappen

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Lamm Gottes

Osten

Netzgewölbe · Schiff vorne (Ost)

Westen

Wappen

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Lamm Gottes

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Jahwe

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Apostel

Meisterschild Peter von Lan (Lau) 149(0) & Erbauer von Turm und Chor Hans von Landau

Osten

Schlußsteine

Schiff und Seitenschiffe (v.v.n.h.)

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Konsolensteine

 

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(8) Details

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(9) Glocken

Auf Wikipedia findet man genaue Informationen zu den 5 Glocken, einschließlich Link zum Geläut.

Impressum

Waiblingen · Michaelskirche fotografiert am 19.04.2016
Auf www.kirchen-online.com veröffentlicht am 04.05.2016
(c) 2016 Foto-Kunst Andreas Keller

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