Plochingen · Stadtkirche St. Blasius

Inhalt

Allgemeine Hinweise · Links
1 · Außen
2 · Innen
3.1 · Chor - Orgel, Evangelisten u.a.
3.2 · Chor - Fenster
3.3 · Chor - Kreuzrippengewölbe
4.1 · Brüstungsbilder Nordempore
4.2 · Brüstungsbilder Westempore
5 · Fenster von Hans Gottfried von Stockhausen
5.1 · Das Fenster der Seligpreisungen
5.2 · Das Fenster vom Säen und Ernten
5.3 · Das Rundfenster auf der Empore
5.4 · Das Ulrich-Fenster auf der Empore
6 · Die Glocken
Impressum

Andreas Kieser (1685)

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Quelle: LANDESARCHIV BADEN-WÜRTTEMBERG Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart H 107/15 Bd 7 Bl. 23 Bild 1
Permalink: http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-513520-1

==> Plochingen in Beschreibung des Oberamts Esslingen / Kapitel B 12 (1845)

Die Kirche wird auf der Website der Kirchgemeinde beschrieben, ebenso bei Wikipedia.

Umfangreiche Informationen zum Ort Plochingen findet man auf leo.bw - eine eher auf Jungendliche ausgerichtete PowerPoint-Diashow (auch zum Download) bei slideplayer

Hrsg. von der Evangelischen Kirchengemeinde Plochingen erschien 1993 ein kleiner Kirchenführer: Evangelische Kirchen in Plochingen / Text: Joachim Hahn; Manfred Reiner. Dieser ist vergriffen, bzw. wurde 2018 abgelöst durch:
Joachim Hahn & Dagmar Bluthardt, Kirchen in Plochingen. Hrsg. von der Stadt Plochingen. Dargestellt werden:
Stadtkirche St. Blasius, Ottilienkapelle, Kath. Kirche St. Konrad, die Evang.-Methodistische Kirche, die Neuapostolische Kirche, die Kath. Kirche St. Johann, Paul-Gerhardt-Kirche und weitere Gottesdiensträume.
Sehr ansprechend gestaltet, schön bebildert, höchst informative Texte.

In der Stadtkirche findet der Besucher einen Aktenordner, in welchem viele Texte (unterschiedlicher Autoren und Entstehungszeiten) über die Kirche gesammelt sind. Diese Texte habe ich großenteils übernommen, bzw. zum Download: Die Geschichte der Stadtkirche

siehe auch: Katalog der Wandmalereien in den Kirchen und Kapellen Baden-Württemberg’s

Informationen auch auf www.kirchbau.de und mit vielen Bildern (auch der Ottilienkapelle) auf www.kleinekirchen.de

Blick zunächst von Südosten (Neckar und Fils) zur Kirche, dann Rundgang - verschiedene Standorte.

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1 · Außen

2 · Innen

2.01 - 2.03: Übersicht
2.04 - 2.08: Crucifix
2.09 + 2.11: Taufstein
2.12 - 2.16: "Reste" von der ehemaligen Kanzel
2.17 - 2.22: Kanzel
2.23 - 2.26: Der auferstandene Christus (ehemals auf Kanzeldeckel)
2.27: Blick vom Chor nach Westen zur Empore
2.28 - 2.31: Blick von der Westempore zum Chor
2.32 - 2.35: Details Empore
2.36: Lutherbild in Eingangshalle (unter Turm) - Informationen zum Bild / Download

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3.1 · Chor - Orgel, Evangelisten u.a.

3.01 - 3.02: Orgelprospekt im Chor
3.03: 2 + 4 + 2 Bildtafeln mit Moses, Jakob d.Ä., 4 Evangelisten, Petrus & Paulus
3.04: Moses mit den Gesetzestafeln
3.05: Johannes der Täufer
3.06 - 3.09: Die 4 Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas, Johannes
3.10: Petrus
3.11: Paulus
Über die Autorschaft und Herkunft dieser 8 Bildtafeln sowie warum sie an dieser Stelle platziert wurden, sagt der kleine Kirchenführer nur:
Die Ölgemälde über der Orgel waren ursprünglich an der 1935 entfernten Orgelempore angebracht. Sie zeigen die vier Evangelisten, Mose, Johannes den Täufer, Paulus und Petrus.
Am Ende der Diashow (3.12) ein Foto vor 1935 (aus dem Buch Otto Wurster Heimatgeschichte Plochingen) woraus die ursprüngliche Anbringung sichtbar und sinnfällig wird.

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3.2 · Chor - Fenster

Geschaffen von Kunstglaser Saile Stuttgart (1961/62). Die Bilder stellen eschatologische Motive dar, zumeist aus der Offenbarung des Johannes. Das Fenster „Erzengel Michael“ ist eine Stiftung der Kinderkirche. (Das erste Plochinger Gotteshaus am gleichen Platz von 620 war dem hl. Michael geweiht).
Östliches Chorfenster mit der Darstellung des erhöhten Christus im himmlischen Jerusalem (mit zwölf Toren nach Offenbarung 21); darunter Szenen praktischer Nächstenliebe, nach denen menschliches Leben im Gericht beurteilt wird (Matthäus 25, 35-36)

3.21 - 3.22: Linkes Fenster "Erzengel Michael"
3.23 - 3.26: Mittleres Fenster "Der erhöhte Christus"
3.27 - 3.30: Rechtes Fenster "aus der Offenbarung des Johannes"

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3.3 · Chor - Kreuzrippengewölbe

Der Chor ist mit feinem gotischen Netzgewölben überdeckt. Bei den Erneuerungsarbeiten kamen an der Decke des Chores die vier Evangelisten-Symbole zum Vorschein, die aus der Gründerzeit der Kirche stammen (Engel: Matthäus, Stier: Lukas, Adler: Johannes, Löwe: Markus).

3.31 - 3.33: Übersicht Gewölbe mit den Symbolen der 4 Evangelisten
3.34: Stier - Lukas
3.35: Löwe - Markus
3.36: Adler - Johannes
3.37: Engel - Matthäus
3.40: Schlusssteine
3.41: Lamm Gottes
3.42: Gott Vater
3.43: Seelenwaage
3.44: Fisch & Bischsstab
3.45: Inschrift Fragment auf der Chorwand innen

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4.1 · Brüstungsbilder Nordempore

Die Herren- oder Magistratsempore - auch Richterempore genannt - war bis 1962 an der Südseite des Schiffes angebracht - mit einem direkten Zugang von außen. Sie wurde anläßlich der Renovierung an die Nordseite verlegt, und brachte so mehr Helligkeit ins Kircheninnere. Die 6 Bilder (von West nach Ost) stellen Szenen aus dem Alten Testament dar. Sie sind ein Werk des Kunstmalers Jakob Ihle aus Esslingen, der 1745 von dem damaligen Pfarrer Mohr den Auftrag erhielt.
Das Foto rechts (nach 1935 / aus dem Buch Otto Wurster Heimatgeschichte Plochingen) zeigt die Empore noch auf der Südseite, wodurch die Bilder chronologisch "richtig" verlaufen: Beginn an der Chorwand mit dem Sündenfall und enden mit Mose Erhaltung; stoßen auf die Westempore (Taufe Jesu Himmelfahrt). Diese Sinnfälligkeit ging mit der Versetzung der Empore auf die Nordwand verloren...

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4.21: Der Sündenfall – Adam und Eva (1. Mose 3, 6)
4.22: Abels Opfer – Kain’s Brudermord (1. Mose 4, 3 8 – 13)
4.23: Opferung Isaaks (1. Mose 22)
4.24: Jakobs Traum von der Himmelsleiter (1. Mose 28, 10 – 22)
4.25: Jakobs Begegnung mit Engeln (1. Mose 32, 1- 33)
4.26: Mose’s wunderbare Erhaltung (2. Mose 1, V 22 + 2. Mose 2, 1 – 10)

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4.2 · Brüstungsbilder Westempore

Die 8 Bilder an der Bauernempore stellen (von Süd [links] nach Nord [rechts]) Szenen aus dem Neuen Testament dar. Sie sind ein Werk des Kunstmalers Jakob Ihle aus Esslingen, der 1745 von dem damaligen Pfarrer Mohr den Auftrag erhielt.

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4.41: Die Taufe Jesu durch Johannes (den Täufer), Matth. 3, 13 – 17
4.42:
Das Abendmahl – Jesu mit elf Jüngern (Matth. 26, 20 – 29)
4.43:
Jesus betet in Gethsemane (Matth. 26, 39)
4.44:
Jesu Geißelung (Matth. 27, 26)
4.45:
Jesu Mutter unterm Kreuz Jesu (Joh. 19, 25)
4.46:
Jesu Grablegung (Matth. 27, 57 - 60)
4.47: Jesu Auferstehung (Markus 16, 1)
4.48: Jesu Himmelfahrt (Markus 16, 19 – 20)

Auf der Empore hinten rechts (Westwand über Treppenaufgang) hängt ein weiteres Bild, das die Darbringung / Beschneidung Jesu im Tempel zeigt (4.51)

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Brüstungsbilder in anderen Kirchen

sofern diese auf kirchen-online vorgestellt werden. Bislang nur 6 - der Vergleich ist sehr interessant. Daher hier Links zu den einzelnen Seiten:

Benningen · Anna-Kirche

Deizisau · Evangelische Kirche

Freiberg-Beihingen · Amanduskirche

Gerlingen · Petruskirche

Lorch · Evangelische Stadtkirche

Plochingen · Stadtkirche St. Blasius

Über die Brüstungsbilder in der Anna-Kirche Benningen schreibt Markus Otto:
Von theologischem Gewicht ist, ganz allgemein, die Auswahl des Programms bei Emporenbrüstungsbildern. Ausführliche Zyklen (z.B. in Beihingen) beginnen mit Adam und Eva und bringen einige bedeutsame Szenen aus dem Alten Testament, ehe sie zum Leben Jesu übergehen. Andere konzentrieren sich auf letzteres oder sie stellen die Apostel in den Vordergrund. Stets ist die Auswahl alttestamentlicher Bilder in Bezug auf Christus ausgerichtet. Damit aber ist eine schon mittelalterliche theologische Schau übernommen. Es sei hier auf eine wichtige Bilderzusammenstellung hingewiesen, die in der Mitte des 15. Jahrhunderts als Holzschnitt-Bilderbibel geschaffen wurde: die „Biblia pauperum", die „Armenbibel". Es handelt sich um ein überaus bedeutendes Werk, das mit dem Wort „Arme" nicht die finanzielle Lage meint, sondern den Laien, dem die damalige Theologie möglichst verständlich und zu eigenem Nachdenken anregend geboten werden sollte. In ihr sind jeweils auf einer Tafel drei Szenen dargestellt, in der Mitte ein neutestamentliches Bild, links und rechts davon ein gedanklich dazu passendes Bild aus dem Alten Testament. Die schönste Darstellung dieser Biblia pauperum war uns in dem leider fast völlig zerstörten Glasgemäldezyklus im Kreuzgang des Klosters Hirsau überliefert.
Zu Biblia pauperum siehe Wikipedia (mit vielen weiterführenden Links) und zB Publikation der Uni Essen-Duisburg

5 · Fenster von Hans Gottfried von Stockhausen

Drei große und 1 Rundfenster hat von Stockhausen für die Stadtkirche geschaffen. Über diesen Künstler, der zahlreiche Kirchen in Württemberg mit wunderbaren Fenstern versehen hat, gibt Wikipedia Auskunft. Dort auch Link zu einer großen Bildersammlung. Ebenso eine umfangreiche Sammlung bei Glass & Architecture.

Das von der Familie Rudolf und Hanna Gauger gespendete "Bergpredigt-Fenster" (nahe der Kanzel) wurde am 28. Juli 1996 eingeweiht. Das andere Südfenster, das Rundfenster und das Ulrich-Fenster auf der Empore wurden 1998 und 1999 mit Hilfe von Spenden der Bürgerschaft möglich gemacht.

Das Fenster nahe der Kanzel sollte man besser als "Fenster der Seligpeisungen" bezeichnen (welche am Beginn der Bergpredigt Mt. 5 stehen, diese aber viel mehr der Lehre Christi umfasst (bis Mt. 7).

Aus einem Samenkorn entspringen Zweige mit blühenden Rosen, die von unten bis oben die Bilder mit biblischen Motiven umranken. Beherrschend in der Mitte steht ein rundes Medaillon mit dem guten Hirten, der seine Herde behütet. „Sorget nicht!", ruft das Medaillon mit seiner Inschrift dem Betrachter zu und nimmt damit einen zentralen Abschnitt der Bergpredigt auf: Umschrieben im wörtlichen Sinne ist dieses Medaillon mit den Seligpreisungen, mit dunklen Lettern auf einem leuchtend gelben Grund geschrieben.

Nach oben hin schließt die Fläche der Scheiben ab mit dem Lamm mit der Siegesfahne. Im Maßwerk ist der Kampf des Erzengels Michael gegen die Schlange aus dem zwölften Kapitel der Offenbarung abgebildet.

5.1 · Das Fenster der Seligpreisungen

Wie in einem Suchbild hat von Stockhausen die Verse aus Mt. 5, 3 - 12 in das Fenster integriert. Um dies erkennbar zu machen, sind in der Diashow die drei Abschnitte doppelt dargestellt, einmal im Original, einmal mit überschriebenem Text. Durch Vor- und Rückblättern kann man dies nachvollziehen und die große Kunst von Stockhausens bewundern.

Die Seligpreisungen in der Übersetzung von Martin Luther (1912), Mt 5:

3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.
4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
8 Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
10 Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr.
11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen.
12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Darstellung von oben nach unten. Segmente mit den Seligpreisungen zweifach.

Diashow (8 Bilder) Kein automatischer Bildwechsel

 

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5.2 · Das Fenster vom Säen und Ernten

Das in zwölf Einzelscheiben geteilte andere Südfenster steht ganz unter dem Bibelwort Matthäus 13,31: „Das Himmelreich ist wie ein Senfkorn, das ein Mensch nahm und säte es auf seinen Acker".

5.13: ernten · säen
5.14: halten · schützen
5.16: hören · sehen · sagen

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5.3 · Das Rundfenster auf der Empore (Südseite)

In den fischblasenartigen Verzierungen im gotischen Maßwerk dieses Rundfensters finden sich Szenen aus der Geburtsgeschichte nach Lukas 2, Matthäus 1 und der Offenbarung 12

5.4 · Das Ulrich-Fenster auf der Empore (Nordseite)

Das Ulrich-Fenster auf der Empore wurde 1998/99 mit Hilfe von Spenden der Bürgerschaft möglich gemacht. Mit ihm wird der Vorgängerkirche gedacht. Inschrift:

St. Ulrich
1100
890 - 973

Der Staufer Friedrich I. Herzog in Schwaben gab im Jahr 1100 im Auftrag von Heinrich IV. das Reichslehen Plochingen an Ulrich von Stubersheim-Ravenstein. Dieses hohe Adelsgeschlecht hatte stets treu zum König gehalten und hatte enge verwandtschaftliche Bindungen zu den Staufern + zu den Gaugrafen von Dillingen. Der Belehnte nannte sich von da ab Ulrich von Blochingen. Der hl. Ulrich war aus dem Geschlecht der Dillinger Gaugrafen. Daher war es für seinen Plochinger Ortsherren selbstverständlich, der von ihm im Jahr 1100 gestifteten Kirche den Namen St. Ulrich zu geben.

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6 · Die Glocken

Informationen zu den Glocken in der Stadtkirche, sowie in der Ottilienkapelle, Gemeindehaus & der Paul-Gerhardt-Kirche zum Download

Impressum

Plochingen · Stadtkirche St. Blasius fotografiert am 09.04. + 16.04.2020 - 147 Bilder
Auf www.kirchen-online.com veröffentlicht am 01.06.2020 SDG
Herzlichen Dank an Pfr. Gottfried Hengel und Pfr.i.R. Joachim Hahn für ihre vielfältige Hilfe und Hinweise.
(c) 2020 Foto-Kunst Andreas Keller

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