Metzingen · Martinskirche

Inhalt
Allgemeine Hinweise · Links
Außen · Brunnen · Hauptportal mit Fries
Innen (1) · Grundriss
Innen (2) · Schiff
Innen (3) · Crucifix, Kanzel, Taufstein, Sakristeitüre (Martin Luther)
Innen (4) · Chorfenster
Innen (5) · Schiff & Chor Netzgewölbe
Innen (6) · Schlußsteine im Chor
Innen (7) · Orgel
Innen (8) · Gedächtnisbild
Innen (9) · Epitaphe & ehem. Taufstein
Innen (10) · Epitaph & Martinsbild
Innen (11) · 4 Fratzen
Innen (12) · Portale
Impressum

Die Martinskirche wird auf der Website der Kirchgemeinde beschrieben.

In der Kirche ist ein 1996 herausgegebener, schön gestalteter und informativer Kirchenführer zu erwerben.

2004 hat der "Arbeitskreis Stadtgeschichte der VHS Metzingen-Ermstal" als Band 6 in der Sonderreihe A der Metzinger Heimatblätter einen Bildband herausgegeben "Martinskirche Metzingen · Wahrzeichen einer Stadt", in dem in 4 großen Abschnitten die Kirche, ihre Geschichte etc. beschrieben wird: I. Kirchengesichte · II. Baugeschichte · III. Sonderthemen · IV Anhang
Reich bebildert - sehr empfehlenswert!

Informationen und viele Fotos auf www.kirchbau.de

"Die Kirche zum h. Martin steht am südlichen Ende des Fleckens auf einer leichten Erhöhung. Sie ist mit einer sehr hohen und dicken, mit Schießscharten versehenen Ringmauer umgeben; nach den daran sich befindlichen Jahrzahlen wurde sie zu Anfang des 16ten Jahrhunderts neu erbaut. In der Sakristey befindet sich ein halb erloschenes Wandgemählde, das einen vor dem Kreuze knienden Ritter, mit dem Achalmischen Wappen darstellt, und einen Grafen von Achalm bedeuten soll; vermuthlich eine Wiederholung aus der ältern Kirche..."

Auszug aus Beschreibung des Oberamts Urach/Kapitel B 14 Metzingen (1831)

Die Martinskirche Metzingen wurde um 1500 an Stelle eines romanischen Vorgängers erbaut. Spätgoti­sche Hallenkirche mit drei Schiffen und Chor. Turm mit Umgang und Spitzhelm 1613 von Bau- meister Heinrich Schickhardt vollendet. Damals ließen die Ortshono- ratioren ihre Wap­pen über dem Turmportal anbringen. 1872/73 Neuausstattung und Einwölbung des Innern durch Christian Leins.
1963/64 durchgreifende Innenrenovierung und 1979 Einbau einer neuen Orgel. Als Wehrkirche war die Kirche ehedem von einer Wehrmauer umgeben.
1831 wurde der größere Teil davon als Verkehrshindernis beseitigt. Ein letzter Rest der Mauer hat sich an der Nordseite der Kirche erhalten. Das ehedem über dem Eingangsportal angebrachte Martinsrelief befindet sich heute im Innern der Kirche. Einige prächtige Epitaphien legen davon Zeugnis ab, dass der Bereich innerhalb der Wehrmauer, der heutige Martinskirchplatz, einst als Friedhof diente.
Quelle Stuttgart Tourist

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Außen (1) · Diashow 10 Bilder

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Außen (2) · Brunnen

    • Westseite der Wehrmauer (Fragment)

      Gedächtnisbrunnen (Rudolf Yelin 1931)

    • ZUR ERINNERUNG AN DIE HUNDERTJAHRFEIER DER ERHEBUNG METZINGENS ZUR STADT 1831 – 1931

      GEDENKE ◊ STILL ◊ DER ◊ ZAHLLOSEN ◊ OPFER

      DIE ◊ GIERIG ◊ DER ◊ WELTKRIEG ◊ VERSCHLANG

      ALS ◊ EINIG ◊ SICH ◊ STELLTE ◊ DAS ◊ VOLK

      ZUM◊ SCHUTZE ◊ DER ◊ HEIMAT

      1914 1915 1916 1917 1918

Außen (3)

Außen (4) · Hauptportal mit Fries

    • Über dem Hauptportal des Turmes finden sich in einem ehedem bemalten Fries die Namen und Wappen der Metzinger Ehrbarkeit bei Vollendung des Turmes 1613

    • Michael Maier, Jakob Vögtle, Michael Veit, Ulrich Kühfuß, Wolf Kaltmaier,

    • Jakob Andrea Pfarrer, Christoph Dinkelacker Amtmann, Claus Jud württembergischer Faktor, Michael Alber Heiligenpfleger, Jakob Maier Heiligenpfleger,

    • Matthäus Mayer Gerichtsschreiber, Geyer Hoylin, Michael Kopf, Marx Oswald, Georg Meylin, Sebastian Mesner

Innen (1) · Grundriss

Aus dem Kirchenführer (1996):

Genauso rigoros, wie bei der neugotischen Renovierung (1872/73) mit dem älteren Inventar der Kirche, verfuhren die Verantwortlichen mit der historistischen Ausstattung bei der Kirchenrenovierung 1963/64. Nach den Plänen von Architekt Manfred Wizgall (1914-1974) wurden die große Empore, die Kanzel, der Altar, der Taufstein und das Gestühl ersetzt.

Es sollte das großzügige und beschwingte Raumbild der Gotik wiederhergestellt werden. Im Chor wurden die spätgotischen Gewölbemalereien freigelegt. Durch den Wegfall der Emporen reduzierte sich die Zahl der Sitzplätze von 1467 auf 989. Die Kirche erhielt eine neue Orgelempore an der Westseite des Langhauses, eine neue Kanzel und einen neuen Altar in Formen der Moderne. Als Arbeiten in jüngster Zeit sind die Anschaffung einer neuen Orgel (1979), eine Außenrenovierung (1981/82), der Einbau einer Warmluftheizung, die Innenrenovierung des Chores und die Sanierung der steinernen Brüstung am Turm (1993/94) zu nennen.

Innen (2) · Diashow (8 Bilder)

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Innen (3) · Crucifix - Kanzel - Taufstein - Sakristeitür mit Martin Luther

Innen (4) · Chorfenster

    • Die drei Chorfenster von Adolf Huber (1953)

    • Linkes Chorfenster (Adolf Huber · 1953) Weihnachtsfenster

      unten: Christgeburt mit Hirten, darüber: Engel ankündigend/segnend, oben: musizierende Engel

    • Mittleres Chorfenster (Adolf Huber · 1953) Passionsfenster

      Im Garten Getsemaneh: unten Judas und die Schächer, darüber: schlafende Jünger und betender Christus, oben: das Kreuz, von Engeln gehalten

    • Rechtes Chorfenster (Adolf Huber · 1953) Auferstehungsfenster

      unten: das leere Grab, Mitte: der auferstandene Christus mit Siegesfahne in der Mandorla, oben: musizierende Engel

Innen (5) · Netzgewölbe Schiff (19. Jh) & Chor (16. Jh)

Innen (6) · Schlußsteine im Chor · (5 Bilder)

 

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Innen (7) · Orgel

Die Orgel

Seit ca. 1700 lässt sich für die Martinskirche eine Orgel nachweisen. Sie stand auf der damaligen Empore im Chorraum. Wann sie auf eine Westempore versetzt wurde, ist nicht bekannt. 1838 wurde ein neues Instrument angeschafft, das den Raum aber offensichtlich klanglich nicht ausfüllte. Bei der großen Kirchenrestaurierung 1872, bei der alle drei Schiffe der Kirche in ihrer heutigen Gestalt eingewölbt wurden, wurde eine "durchgreifende Erneuerung der Orgel" durch den Kirchheimer Orgelbauer Goll durchgeführt. Weitere Wartungen und Umbauten erfolgten 1926 durch die Firma Weigle, dabei wird unter anderem erstmalig ein elektrisches Gebläse eingesetzt. 1936 wird das bisher 33 Register umfassende Werk auf 46 Register ergänzt. Die pneumatische Traktur sorgt aber bereits jetzt für derartige Mängel, dass 1957 und 1965 umfassende Reparaturen notwendig sind und der Wunsch nach einem neuen Instrument entsteht. Mit großer Unterstützung durch einen 1974 gegründeten Orgelbauverein kann 1976 ein neues Instrument bestellt werden, das alte wird 1978 abgebaut. 

Das heutige Instrument
verfügt über 45 Register auf 3 Manualen und Pedal und besitzt 3121 Pfeifen. Es wurde 1979 von der Firma Weigle (Echterdingen) in Zusammenarbeit mit der Firma Gerhard Schmid (Kaufbeuren) erbaut. Eine umfassende Reparatur und klangliche Umarbeitung erfolgte im Sommer 2008 durch die Firma Michael Mauch (Leonberg).
Quelle: Website der Gemeinde

Disposition

I. Manual – Rückpositiv

II. Manual – Hauptwerk

III. Manual – Schwellwerk

Pedal

Holzgedeckt 8’

Prästant 4’

Rohrflöte 4’

Octave 2’

Quinte 1 1/3’

Octävlein 1’

Sesquialter 2f.

Vox humana 8’

Tremulant

Bourdon 16’

Principal 8’

Spitzflöte 8’

Octave 4’

Gedecktflöte 4’

Cornett 3-5f.

Quinte 2 2/3’

Terz 1 3/5’

Octave 2’

Cymbel 2f.

Mixtur 5f.

Fagott 16’

Trompete 8’

Tremulant

Geigenprincipal 8’

Gedeckt 8’

Salicional 8’

Schwebung 8’

Principal 4’

Flöte 4’

Nazard 2 2/3’

Waldflöte 2’

Terz 1 3/5’

Septnone 2f.

Mixtur 3f.

Dulcian 16’

Oboe 8’

Trompete 4’

Tremulant

Contrabaß 16’

Subbaß 16’

Quintbaß 10 2/3’

Octavbaß 8’

Flötbaß 8’

Choralbaß 4’

Rohrflöte 4’

Nachthorn 2’

Hintersatz 4f.

Posaune 16’

Trompete 8’

Klarine 4’

Mechanische Spieltraktur, elektr. Registertraktur, Normalkoppeln, Walze, Setzer
Quelle: Website der Gemeinde

Innen (8) · Gedächtnisbild

    • ? Die Gedächtnis seiner in einer Jahresfrist seelig verstorbenen
      ? lieben Kinder Sophia Cordula welche im XI. Jahr Ihres Alters, 7. April, anno 1703
      Und seines einigen Söhnleins Daniel, der in der XXXII. Wochen seines Lebens, 13. August, 1704
      Die Zeitligkeit gesegnet. Nach ihrem Todt Leydmüthigst Beehren. Der denselben Nachstiftung als
      ? betrübtesten Vater Pfarrer in Metzingen M. Daniel Faber
      ? Lahner panderaque anno 1705

Innen (9) · Epitaphe im Schiff & ehem. Taufstein

    • Epitaph für Rosina Catharina Ostertag

    • Epitaph

    • Epitaph für Claus Jud

    • Epitaph für Christoph Eberhard Ostertag

    • Epitaph für Georg Ludwig Kaltenthal

    • Epitaph für Johann Georg Sattler

Innen (10) · Epitaph & Martinsrelief (1522) von Hans Huber

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Innen (11) · 4 Fratzen

    • Nordpfeiler · Gefräßigkeit (Unmäßigkeit)

    • Südpfeiler · Hoffart (Überheblichkeit)

    • Nordpfeiler · Wollust (Triebhaftigkeit)

    • Südpfeiler · Lästerei (Geschwätzigkeit)

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Innen (12) · Portale

Die Portale der Kirche besitzen reich verzierte spät-gotische Gewände, die bereits den Einfluß der Renaissance erkennen lassen. So sind die Stäbe im unteren Ansatz immer mit feinen geometrischen Ornamenten besetzt.
Die Form der Portale reicht von dem spitzbogigen linken Südportal über das rundbogige Nordportal mit rechteckiger Umrahmung bis zu dem vermauerten Nordportal am Chor und dem rechten Südportal, die beide einen Dreipaß als Abschluß besitzen. Das Südportal wird dabei durch eine netzgewölbte Vorhalle zusätzlich hervorgehoben. Das spitzbogige Hauptportal am Turm besitzt gemäß seiner Bedeutung die reichste Profilierung mit Stäben und zeigt im Tympanon filigrane, aus dem 19. Jahrhundert stammende Maßwerkverzierungen und ein Glasfenster mit der Darstellung des St. Martin.
Quelle: Kirchenführer

Impressum

Metzingen · Martinskirche fotografiert am 12.04.2016
Auf www.kirchen-online.com veröffentlicht am 15.05.2018 SDG
(c) 2018 Foto-Kunst Andreas Keller

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