Fellbach-Schmiden · Dionysuskirche

Inhalt

Allgemeine Hinweise · Links
Außen
Innen (Überblick)
Taufstein
Crucifix
Barbara-Zyklus
Die mittelalterlichen Fresken im Chor
Impressum

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Auf der Website der Kirchgemeinde wird ausführlich und sehr ansprechend die Dionysuskirche dargestellt. Die Texte zur Bau- und Kunstgeschichte wurden von Hans O. Kauffmann verfasst und zusammengestellt, Sie sind - noch ausführlicher - zu finden in dem kleinen Kirchenführer, der 2006 in überarbeiteter Form von der Evang. Kirchengemeinde Schmiden herausgegeben wurde.

Besonders beachtenswert sind die Fresken im Chorraum. Beim Betrachten ist der Führer unabdingbar...

Verwiesen sei auch auf den 1983 im Deutschen Kunstverlag erschienen Band "Die Kunstdenkmäler in Baden-Württemberg - Rems-Murr-Kreis", bearbeitet von Adolf Schahl.
Dort wird die Disnysuskirche ausführlich auf S. 370 - 386 dargestellt.

Informationen auch auf www.kirchbau.de und www.kleinekirchen.de

Andreas Kieser 1685
Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Bestellsignatur H 107/15 Bd 7 Bl. 25

Außen

Innen

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1 Kanzel

2 Orgel

3 Taufstein

4 Altar und Crucifix

5 Fresken "Barbara-Zyklus"

Innen

    • Vom Steinmetz Anton Hueber stammt der Altar, der 1960 unter Verwendung der Mensa (Deckenplatte) des alten Altars aus dem Jahr 1900 neu hergestellt wurde.
      Ungewöhnlich ist das spätgotische Altarkreuz von 1520/1530 das auf naturalistischen Ausdruck verzichtet und gerade dadurch in der glatten Körpermodellierung, dem steif herabfallenden Lendentuch, der fehlenden Dornenkrone und dem stillen Gesicht von sakraler Wirkung ist. Es wurde im Jahr 1960 von Ulrich Mann restauriert.
      Quelle: Website der Kirchgemeinde

Erstmals gab es in der Dionysiuskirche eine Orgel im Jahr 1729, die auf der Empore stand und in Heilbronn gebaut wurde. Im Jahr 1902 wurde die Orgel in den Chor auf ein Podium gestellt. Endgültig den Platz auf der Empore erhielt die Orgel beim Umbau im Jahr 1926.Eine neue Orgel hat dort im Jahr 1968 die Fa. Walker eingebaut.

Quelle: Website der Kirchgemeinde

Orgel Registerzüge

1. + 2. Manual

Pedal

Taufstein

Der spätgotische Achteckkufen-Taufstein ist aus dem 15. Jahrhundert und wurde im Jahr 1960 renoviert. Der gehämmerte Kupferdeckel mit Auge Gottes-, Kreuz- und Taube, Sinnbilder der Dreifaltigkeit, stammt von H. Schauler.

Quelle: Website der Kirchgemeinde

Ungewöhnlich ist das spätgotische Altarkreuz von 1520/1530 das auf naturalistischen Ausdruck verzichtet und gerade dadurch in der glatten Körpermodellierung, dem steif herabfallenden Lendentuch, der fehlenden Dornenkrone und dem stillen Gesicht von sakraler Wirkung ist. Es wurde im Jahr 1960 von Ulrich Mann restauriert.

Quelle: Website der Kirchgemeinde

Crucifix (Diashow - 6 Bilder)

Barbara-Zyklus

An der Südwand des Kirchenschiffs ist die Legende der Heiligen Barbara abgebildet, die einst neben dem Heiligen Dionysius Patronin der Kirche war.

In zwei Reihen zu je drei Bildern wird die Legende dargestellt. Von oben links nach unten rechts:

a.) Der Turm der hl. Barbara, die mit ihren Gefährtinnen in dessen Fenstern erscheint.

b.) Vor ihrem Vater bekennt sie sich zum christlichen Glauben,

c.) Innenraum mit der diskutierenden Heiligen, die zum Heidentum bekehrt werden soll,

d.) Die Heilige schreitet aus dem Haus.

e.) Die Heilige vor dem Statthalter, der rechts unter einem Baldachin thront, rechts daneben ihr Vater.

f.) Die Heilige am Kreuz. Ein Mann reißt ihr die Brüste ab, ein anderer schlägt auf sie ein.

Es fehlen weitere Marterszenen und vor allem die Enthauptung durch den Vater. Vermutlich waren diese auf dem darunter stehenden Barbara-Altar dargestellt.

Quelle: Kirchenführer (H. O. Kauffmann)

Barbara-Zyklus (Diashow - 6 Bilder)

 

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Die mittelalterlichen Fresken im Chor

Im Jahr 1960 wurde die Malerei von dem darüber liegenden Putz und der Kalktünche befreit. Die beim Verputzen im Jahr 1538 gehauenen Löcher, die Gesichter der Heiligen wurden nachweislich geschont, wurden zugeputzt und die Fehlstellen in Stricheltechnik ergänzt.
Einst wurde die Malerei in der Dionysiuskirche auf den trockenen Putz aufgetragen und wird als „fresco secco“ (frisch auf trocken) bezeichnet.
Die Malerei im Chor ist um 1470/80 entstanden. Sie ist eindeutig von dem spätgotischen Maler Martin Schongauer beeinflusst, und zwar nicht nur durch die Graphik sondern auch durch seine Gemälde der Spätzeit, einschließlich der Wandbilder des Breisacher Münsters. Die um 1468 datierbare Ausmalung der alten Kirche in Hedelfingen wird Martin Schongauer zugeschrieben. Die Motive der Gemälde am Chorgewölbe sind in der Hedelfinger und in der Schmidener Kirche gleich.
An der Nordwand des Chors, die am Besten belichtet ist, wird links die Legende des Kirchenpatrons Dionysius dargestellt. Es handelt sich bei ihm um Dionysius, den ersten Bischof von Paris.

Quelle: Website der Kirchgemeinde

Die Fresken werden von Hans O. Kauffmann im Kirchenführer genau beschrieben und sind dazu mit Nummern (1 - 68) versehen. Diese Systematik wird hier übernommen, die rechts gezeigte Nordwand des Chores (Klick ins Bild vergrößert) in zwei Bereiche aufgeteilt, danach folgt die Nordostwand, die Fresken an den Fenstern der Ost- und Südost- sowie der Südwand.
Nach der Chorbogenwand folgt zum Schluß das Chorgewölbe.

Nordwand

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Nordwand links (Legende des Dionysus)

Nordwand links

Die Dionysiuslegende wird dargestellt in vier Reihen zu je drei Bildern.

1. Die Taufe des Dionysius durch Paulus.

2. Der Heilige an einer Geiselsäule, von zwei Häschern geschlagen.

3. Nicht deutbar.

4. Der Heilige mit seinen Gefährten Rustikus und Eleutherius rechts an einem Gestell hängend und zwei Henker, die auf sie einschlagen.

5. Der Heilige auf einem Rost, dessen Feuer eine rechts hockende Gestalt mit einem Blasebalg anfacht.

6. Nicht mehr einwandfrei deutbar.

7. Der Heilige bei der Erhebung der Hostie, als er für Christus die Messe zelebriert.

8. Bei der Austeilung der Hostie. Hierbei öffnet sich der Himmel. Christus erscheint in einer Engelswolke.

9. Nicht erhalten.

10. Die Enthauptung des Heiligen. Links mit dem Schwert ausholender Henker und rechts die abgeschlagenen Köpfe der beiden Gefährten.

11. und 12. Stark zerstört und nicht mehr erkennbar.

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Dionysuslegende - Nordwand links

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Nordwand Mitte (Kindheit Jesu)

Nordwand Mitte

Die östlich anschließende Wandfläche enthält Bilder aus der Kindheit Jesu:

13. und 14. nur Farbreste vorhanden.

15. Geburt Christi, rechts männliche Gestalt vermutlich Joseph.

16. Fragment.

17. Anbetung der Könige.

18. Jesu im Tempel (Bruchstücke).

19. und 20. zerstört.

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Kindheit Jesu - Nordwand Mitte

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Nordostwand (Geschichte des Abendmahls)

Nordostwand

Auf der Nordostwand ist die Geschichte des Abendmahls dargestellt.

21. Manna-Lese. Zeltstadt mit der Gestalt Moses links.

22. Melchisedek, der König von Salem, bringt Abraham Brot und Wein. Abraham kniend, mit einem bewimpelten Speer in der Hand empfängt die Gaben.

23. Abendmahl. Weitgehend zerstört.

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Geschichte des Abendmahls - Nordostwand

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Ostwand · Südostwand

24. Anna Selbtritt mit dem Jesusknaben und Maria als Kind vor sich auf den Knien.

25. Hl. Agnes, Märtyrerin.

26. Hl. Barbara erkenntlich am Kelch, Märtyrerin.

27. Johannes der Täufer, ein bei unseren Vorfahren über seine biblische Bedeutung hinaus beliebter Volksheiliger. (Johannistag)

28. Hl. Egidius mit Kiel und Buch.

29. Hl. Margarete? (Märtyrerin)

30. Hl. Martin, verehrt wegen seiner Barmherzigkeit, mit der er einen Teil seines Mantels einem Bettler gab, der in Wirklichkeit Christus war.

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Propheten & Heilige - Ostwand / Südostwand

Südwand

31. Hl. Genovefa, Patronin von Paris, mit Kerze.

32. Hl. Mauritius, der wegen seines Glaubens hingerichtete Führer der thebäischen Legion.

33. Erzengel Michael als Gerichtsengel, in der erhobenen Rechte das Schwert und in der Linken die sinkende Waage, in der eine anbetende Seele sitzt.

34. Hl. Verena mit einem Mühlstein als Attribut, auf dem sie in wunderbare Weise die Aare hinuntergefahren sein soll.

35. Hl. Wendelin, Volks- und Bauernheiliger, mit seiner Herde.

36. Hl. Helena, Kaiserin. Der Kreuzauffinderin kommt das Kreuz als Beigabe zu.

37. Hl. Apollonia, kenntlich an der Zange, mit der ihr beim Martyrium die Zähne gezogen wurden. Deshalb wurde sie zur Schutzheiligen für Zahnkranke.

38. Heiliger Christophorus, sein Name steht darunter, der die Menschen vor einem unversehenen Tod bewahrt. Daher Schutzheiliger der Autofahrer.

39. Hl. Leonhard, der durch einen im Block geschlossenen Mann als Schutzheiliger der Gefangenen gekennzeichnet ist.

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Propheten & Heilige - Südwand

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Weihekreuze - Diashow (5 Bilder)

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Chorbogenwand

40. Weihekreuz.

41. Jakobus der Ältere. Pilgerheiliger. Die Wallfahrt zum Grab des Heiligen in Santiago de Compostella war wohl die am meisten verbreitete des Mittelalters.

42. Auferstehung Jesu, „Noli me tangere" - berühre mich nicht.

43. Berg der Versuchung.

44. Heilung des Blinden.

45. Der Jüngling von Nain.

46. Heilung der Frau mit Blutungen.

47. Einzug in Jerusalem.

48. Hl. Urban, Papst und Patron der Weinbauern.

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Chorbogenwand

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Chorgewölbe I

49. Engel mit Dornenkrone und Fels von Gethsemane.

50. Engel an einer Geißelsäule und mit Ruten.

51. Engel mit Essigschwamm.

52. Engel mit Hammer und Nägeln.

53. Engel mit Zange.

54. Engel mit Kreuz.

55. Engel mit Leiter.

56. Engel mit INRI-Schild.

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Zur besseren Darstellung auf dem Bildschirm sind die Bilder alle im Querformat dargestellt. Zur Orientierung schaue man jeweils nach dem Schlußstein.

Chorgewölbe I

Chorgewölbe II

57. Engel mit Geißel und Reisigbündel.

58. Engel mit Passionswerkzeug?

59. Kirchenvater Ambrosius?, nur am Pult erkennbar.

60. Evangelist Johannes, dargestellt als Adler.

61. Kirchenvater Hieronymus.

62. Evangelist Markus, dargestellt als Löwe.

63. Kirchenvater Gregor.

64. Evangelist Lukas, dargestellt als Stier.

65. Kirchenvater Augustinus?

66. Evangelist Matthäus, dargestellt als Engel

67. Engel mit Würfel und Rock.

68. Engel mit Lanze.

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Zur besseren Darstellung auf dem Bildschirm sind die Bilder alle im Querformat dargestellt. Zur Orientierung schaue man jeweils nach dem Schlußstein.

Chorgewölbe II

Impressum

Fellbach-Schmiden · Dionysuskirche fotografiert am 01.04.2015 + 09.04.2015
Auf www.kirchen-online.com veröffentlicht am 22.07.2015
(c) 2015 Foto-Kunst Andreas Keller

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