Bad Liebenzell · St. Blasius-Kirche

Inhalt

Allgemeine Hinweise · Links
Außen · Hauptportal - Innentüre Glasfenster
Innen
Taufstein & Kanzel
Anmbo & Christusleuchter
Altar · Chor
Rundfenster im Schiff
Apostelbilder im Schiff
Impressum

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Ein kleines Faltblatt liegt in der Kirche aus und informiert über den Bau und seine Ausstattung. - hieraus wird nachfolgend und weiter unten zitiert (Quelle: "Faltblatt"):
Erste Erwähnung um 1160 in einer Urkunde. Erbaut wurde sie unter Herzog Welf VI. von Schwaben und Uta von Eberstein als Mittelpunktkirche für die Orte um Liebenzell. Später dehnte sich der Kirchenbezirk der St. Blasiuskirche bis nach Wildbad und bis kurz vor Weil der Stadt aus. Das zuständige Bistum war Speyer. 1556 Einführung der Reformation durch Markgraf Karl II. von Baden. Im Jahr 1603 kam die Gemeinde zur Württembergischen Landeskirche.
Gotische Sakristei mit Ebersteinschem Wappen im Schluss-Stein.
Ursprünglich war der frühgotische Chor der eigentliche Kirchenraum, an den später angebaut wurde.
Langhaus: 1891 Abriss des zu klein gewordenen Alten. Der Neubau wurde dem dem gotischen Stil des Chores angepasst. Unsymmetrisch und eigenartig die Abweichung des Chores von den Linien des Schiffes, sowie der schmale Anbau des Seitenschiffes mit der Empore mit reicherer Architektur neugotischer Art. Ausgeführt unter Oberbaurat v. Sauter 1891-93 während der Regierungszeit der Könige Karl I. und Wilhelm II. von Württemberg.

Der Turm der Kirche wurde 1653 abgerissen und in der heutigen Form wieder aufgebaut. Die Glocken wurden im 1. und 2. Weltkrieg bis auf eine zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Die Älteste, im Jahr 1457 gegossene "Evangelistenglocke" wurde verschont, das Material war zu minderwertig. Sie läutet heute noch als Totenglocke oder zusammen mit dem vollen Geläut.
1778 brachte der Schulmeister Johann Georg Stiegelmayer von Haslach bei Herrenberg die Sonnenuhr an der Südwand der Kirche an.
1976 wurde in 9-monatiger Bauzeit eine Gesamtrenovierung durchgeführt. Seitdem ist die evang. Stadtkirche St. Blasius ein gernbesuchtes Kleinod unserer Stadt.

Darstellung auf der Website der Kirchgemeinde. Ähnlich auf der Website des Kirchenbezirks Calw. --> Bad Liebenzell.

Auf "You Tube" ist ein 3'-Video zu finden, welches das Kircheninnere "im Fluge" zeigt. Sehr informativ für einen Gesamteindruck / -überblick!

Informationen zu St. Blasius im Ökumenischen Heiligenlexikon - Attribute: Hechelkamm, Schweinskopf, gekreuzte Kerzen

Informationen auch auf www.kirchbau.de

Außen

Das Hauptportal an der Westseite

zeigt am Aussengiebel eine Steinmetzarbeit in Sandstein: Der heimkehrende gute Hirte mit seinem wieder gefundenen Schaf und zwei weiteren Schafen. (Bildauer Gackle, Stuttgart)

    • Fenster im Portal

      von innen nach außen gesehen

Hauptportal - Innentüre Glasfenster

    • Im Vorraum - Blick Richtung Schiff

    • Im Schiff - Blick Richtung Vorraum

Innen

    • Blick zum Chor

    • Blick auf die Nordwand

    • Blick auf die Südwand

    • Blick nach Westen zum Haupteingang / Orgelempore

    • Weigle-Orgel von 1976 - opus 1311

    • Seiteneingang hinten

    • Seiteneingang vorne / Emporenaufgang links

Taufstein & Kanzel

    • Taufstein

    • Taufstein

    • Kanzel

      Der alte, kunstvoll geschnitzte Fuss der Kanzel und das Geländer der Kanzeltreppe wurde wieder verwendet und die neue Kanzel diesen Vorbildern entsprechend ausgeführt. (Quelle: Faltblatt)

    • Kanzelfuß

    • Kanzelfuß - Detail

    • Kanzelfuß - Detail

    • Kanzelkorb - Detail

    • Kanzelkorb - Detail

Ambo & Christusleuchter

Das Lesepult aus Ahorn, gestaltete Gottlob Blessing 1981/82. Anlass zu dieser Arbeit war eine Bibelwoche des damaligen Gemeindepfarrers Fischinger über das Leben des Propheten Elia im Jahr 1979. Ausserdem wurde in diesem Jahr von der Kantorei das Oratorium "Elias" aufgeführt, bei dem der Künstler mitsang.
Zentrales Thema ist die Gebetshaltung Elias. Die einzelnen Tafeln erzählen vom Wirken und Schweigen des lebendigen Gottes.
Links vorn: Der Prophet, grollend und deutlich protestierend über die Ausbeutung der gequälten Schöpfung. Warum reagiert Gott nicht? Elia schlägt sich mit der Faust an die Stirn.
Rechts vorn: Elia in verzweifelter Verzagtheit. Kraftlos ballt er die Faust. Er setzte all seine Hoffnung auf Gott. Aber er muss zusehen, wie Reiche geniessen und vor den Armen die Hände verschliessen. Fast möchte man ihn trösten.
Unten Mitte: Elias Gebetshaltung (l.Kön. 18), drückt Geschlossenheit und Geborgenheit aus. Konzentration, - glaubendes Vertrauen, - sanftes Sausen, - neuer Mut.
Von dieser Stelle geht die Botschaft von Christus aus in Wort und Geist. Von hier wird aus der Bibel gelesen, gebetet und aus der Gemeinde berichtet. Bedrückte Menschen, die gequälte Kreatur,warten auf Antwort.

Die Wirkung der stillen Gebetssammlung:
Links: Regen, Kraft, geistlicher Segen strömt über die Welt. Ein Bild für den heiligen Geist als Wasser des Lebens und Feuer der Liebe.
Neuer Opferaltar - Bach Kison - Tod der Baalspriester - blutige Blätter - das ist schwer nachvollziehbar. Aber Christus hat sich geopfert, dem Tod die Macht genommen!
Rechts aussen: Leibliche Versorgung Elias durch Raben. Ein Baum gibt Schutz. Öl, Mehl und Brot der Witwe, die mit ihm teilt, ein Krug, ein angeschnittenes Brot. Vorher genusssüchtiger, liebloser Egoismus. Hier teilt eine Witwe das Wenige, das sie hat.
Das Lesepult zeigt als "gewachsene Arbeit" den Dank, das Vertrauen und die Anfechtung der Boten Gottes.

Der Christusleuchter erinnert an Christus, das Licht der Welt. Er ist eine Arbeit unseres Gemeindegliedes Gottlob Blessing, aus Ahornholz gefertigt.

Damit wir das Zeichen des Lichtes verstehen, hat der Künstler in den Leuchter Geschichten der Bibel geschnitzt. Der Leuchter steht auf einem Dreifuss: - Gott, der Schöpfer hält die Weltkugel in seiner Hand. - Inmitten von geschnitzten Rosen sehen wir Jesus als Kind auf dem Schoss seiner Mutter. -Die Taube auf dem dritten Fuss erinnert an den heiligen Geist. Über den dargestellten Geschichten aus dem alten und neuen Testament steht die Dornenkrone. Jesus, der Helfer, der Tröster muss selbst leiden. Aber über dem Kreuz erinnern Weintrauben und Ähren an die beiden Worte, die sein Leiden und Sterben deuten: "Ich bin der Weinstock" und "Ich bin das Brot des Lebens".

Das unbegreifliches Leiden bekommt seinen Sinn von Gott her: Es ist Hingabe und Opfer, für uns gegeben als Nahrung auf dem Weg zum Leben. Doch nicht Leiden ist das Letzte, sondern der auferstandene Herr geht am Ende als der Sieger aus dem Grab hervor. Das Lamm Gottes wird überwinden und im Auftrag Gottes das Gericht über die Welt vollziehen.

Quelle: Faltblatt

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Im Schwarzwälder Bote vom 03.06.2015 wird über den Künstler Gottlob Blessing anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung seiner Werke berichtet.

Altar · Chor

    • Altar

    • Crucifix

    • Chorgestühl auf der linken Seite

      Im Chor ein Rest des alten Gestühls mit von Bildschnitzer Cubel Cuntz ab 1463 geschnitzten Zwischenstücken und gotischer Flachschnitzerei an den Wangen. Der Baldachin darüber ist neueren Datums. (Quelle: Faltblatt)

    • Chorgestühl auf der rechten Seite

    • Chorfenster

      Den Chor ziert ein gemaltes Fenster aus der Glasmalerei-Werkstätte des Gustav van Treek in München. (Quelle: Faltblatt)

Rundfenster im Schiff

Apostelbilder im Schiff

Zwei Wandbilder

    • Jesus und die Kinder

    • Votivtafel

Impressum

Bad Liebenzell · St. Blasius-Kirche fotografiert am 05.08.2015
Auf www.kirchen-online.com veröffentlicht am 28.08.2015
(c) 2015 Foto-Kunst Andreas Keller

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